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SOS-Kinderdörfer Wo wir helfen Afrika Tschad

Tschad - Übersicht 

Ndjamena

 

Hauptstadt: N'Djamena
Fläche: 1.284 Millionen km²
Bevölkerungszahl: 9,8 Millionen (Stand Juli 2005)
Bevölkerungsgruppen: Araber, Pagan, Kirdi, Sara, Bagirmi, Kreish, Teda oder Tubu, Mbun
Amtssprache(n): Arabisch, Französisch
Religion(en): Islam, Christentum
Währung: 1 CFA-Franc = 100 Centimes



Unsere Aktivitäten


Der Tschad ist das nördlichste Land Zentralafrikas und grenzt an Nigeria, Niger, Libyen, Sudan, Kamerun und die Zentralafrikanische Republik.

Jahrzehntelang wurde das Land von Bürgerkriegen und sozialen bzw. wirtschaftlichen Konflikten heimgesucht, was dazu führte, dass die Wirtschaft und die Infrastruktur in einem desolaten Zustand sind. 85% der aktiven Bevölkerung ist im Landwirtschaftssektor tätig, von dem die Wirtschaft des Landes weitgehend abhängig ist. Der Tschad ist eines der ärmsten Länder der Welt und auf Hilfe von außen angewiesen.

Im ganzen Land mangelt es an Betreuungseinrichtungen. Die Situation vieler Kinder ist äußerst trostlos. In einer besonders prekären Lage sind Kleinkinder im Alter von null bis sechs Jahren: Trotz enormen Bedarfs ist keine der wenigen bestehenden Einrichtungen in der Lage, sie aufzunehmen und zu versorgen.

Bereits 1988 wurden Verhandlungen zwischen SOS-Kinderdorf International und der Regierung Tschads aufgenommen. Nach einem viel versprechenden Beginn kam es jedoch zu substanziellen Auffassungsunterschieden, die dazu führten, dass die Gespräche einige Jahre lang ausgesetzt werden mussten. 1996 wurden die Verhandlungen wieder aufgenommen. Der entscheidende Schritt gelang schließlich 2002 mit der Unterzeichnung eines Regierungsabkommens, nicht zuletzt dank der Unterstützung einiger engagierter Persönlichkeiten, die im Hintergrund hart daran arbeiteten, die SOS-Kinderdorf-Idee im Land voranzubringen. Die Regierung stellte SOS-Kinderdorf ein Grundstück in der Hauptstadt Ndjamena zur Verfügung.

Das 2003 in Bau gegangene SOS-Kinderdorf Ndjamena wurde 2005 fertig gestellt. Ein SOS-Kindergarten und eine SOS-Hermann-Gmeiner-Schule stehen auch Kindern aus der Nachbarschaft des SOS-Kinderdorfes offen und setzen somit wesentliche Impulse im Bildungsbereich. Ein SOS-medizinisches Zentrum bietet der Bevölkerung aus dem Einzugsgebiet der Stadt medizinische Erstversorgung sowie Betreuung in den Bereichen Allgemeinmedizin, Dermatologie, Kinderheilkunde und Gynäkologie an.
 
Die Krise in Darfur, Sudan, hat zu starken Bevölkerungsbewegungen, vor allem zu einer Flüchtlingswelle aus dem Sudan in den Tschad geführt. SOS-Kinderdorf hilft direkt vor Ort, im Oure Cassoni Camp, dem größten Camp im Osten Tschads mit ca. 30.000 Flüchtlingen. Dort leistet SOS-Kinderdorf psychosoziale Unterstützung an Kindern und Familien, die von der Krise und der Flucht schwer traumatisiert sind und massiv unter ihrem Status als Flüchtlinge im Flüchtlingscamp leiden.
 
Ende Oktober 2007 startete SOS-Kinderdorf Familienförderprogramme. Ziel dieser Programme ist es, Kindern, die Gefahr laufen, von ihrer Herkunftsfamilie getrennt zu werden, den Verbleib in ihrer Familie zu sichern. Um dies zu erreichen, arbeitet SOS-Kinderdorf direkt mit den Familien und den jeweiligen Gemeinden und stärkt sie in ihren Kapazitäten, die Kinder bestmöglich zu betreuen und zu schützen. Organisiert wird diese Präventivarbeit gemeinsam mit lokalen Behörden und anderen Sozialpartnern.
 
Zurzeit gibt es im Tschad ein SOS-Kinderdorf, einen SOS-Kindergarten, eine SOS-Hermann-Gmeiner-Schule, ein SOS-medizinisches Zentrum und ein SOS-Sozialzentrum.

Länderinformation über Tschad
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