SOS-Kinderdorf-Aktivitäten im Land
1963 knüpfte der Gründer des ersten Kinderdorfes in Ecuador, Herr Gerhard Engel, erste Kontakte mit SOS-Kinderdorf International, um die Idee von Hermann Gmeiner ins Land zu bringen. Im Laufe der Jahre wurde das Kinderdorf in Quito, der in den nördlichen Anden gelegenen Hauptstadt, mit insgesamt zwölf Familienhäusern durch Spenden von Privatpersonen und Firmen errichtet. Im Jahre 1978 gründete Pater Mariani aus Italien in Zusammenarbeit mit dem Vikariat Esmeraldas das SOS-Kinderdorf Esmeraldas.
Aufgrund der ständig steigenden Not in Ecuador wurden im Laufe der Zeit weitere SOS-Kinderdörfer eröffnet, um den schwächsten Gliedern der Gesellschaft, den notleidenden Kindern, die Geborgenheit einer Familie zu geben. Weiters kamen SOS-Jugendeinrichtungen für die den SOS-Kinderdörfern entwachsenen Jugendlichen hinzu, in denen sich die jungen Menschen auf ein Leben in Selbständigkeit vorbereiten können.
Zwischen 1991 und 1994 wurden in den ärmsten Stadtvierteln Quitos sechs SOS-Sozialzentren in Form von Kindertagesstätten errichtet, in denen Kinder berufstätiger Eltern und alleinerziehender Mütter tagsüber Betreuung finden.
Als es 1995 zu bewaffneten Grenzstreitigkeiten zwischen Ecuador und Peru kam, startete SOS-Kinderdorf beiderseits der Grenzen ein viermonatiges SOS-Nothilfeprogramm zur Versorgung der Flüchtlinge mit Lebensmitteln. Ein weiteres SOS-Nothilfeprogramm wurde 1998 ins Leben gerufen, als die Region Manabí aufgrund des Klimaphänomens "El Niño" von verheerenden Überschwemmungen heimgesucht wurde, und viele Menschen in Not gerieten. SOS-Kinderdorf Ecuador versorgte einige Dörfer mit Lebensmitteln, Medikamenten, Schulmaterial und Saatgut.
Anfang 2000 startete SOS-Kinderdorf Ecuador Familienförderprogramme. Ziel dieser Programme ist es, Kindern, die gefährdet sind, von ihrer Herkunftsfamilie getrennt zu werden, den Verbleib in der Familie zu sichern. Um dies zu erreichen, arbeitet SOS-Kinderdorf direkt mit den Familien und den jeweiligen Gemeinden und stärkt sie in ihren Kapazitäten, die Kinder bestmöglich zu betreuen und zu schützen. Organisiert wird diese Präventivarbeit gemeinsam mit den lokalen Behörden und anderen Sozialpartnern.
Zurzeit gibt es in Ecuador fünf SOS-Kinderdörfer, SOS-Jugendeinrichtungen an vier Standorten, einen SOS-Kindergarten, SOS-Sozialzentren an sechs Standorten und ein SOS-Berufsbildungszentrum.
Website von SOS-Kinderdorf Ecuador
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