Hauptstadt: Skopje
Fläche: 25.700 km²
Bevölkerungszahl: 2 Millionen (Schätzung Dezember 2000)
Bevölkerungsgruppen: 66% Mazedonier, Griechen, Albaner, Türken, Serben und Roma
Amtssprache(n): Mazedonisch
Religion(en): Moslems, christlich-orthodoxe Ostreligionen
Währung: 1 Denar = 100 Deni
SOS-Kinderdorf-Aktivitäten im Land
Nach den Kriegswirren der vorangegangenen Jahre nahm SOS-Kinderdorf International seine Arbeit 1995 in Mazedonien auf. Im Mai 1996 konnten mit Hilfe des UN Repräsentanten von Mazedonien, Herrn Henryk J. Sokalski, erste Gespräche mit der Regierung geführt werden, ein Jahr später wurde ein Regierungsabkommen unterzeichnet. Am 14. April 1999 wurde im Rahmen einer Feier, bei der beide Glaubensgemeinschaften Mazedoniens (Orthodoxe und Muslime) teilnahmen, der Grundstein für das erste SOS-Kinderdorf in einem Vorort von Skopje gelegt. Die Bauarbeiten für das erste Projekt wurden Ende des Jahres 2000 abgeschlossen. Am 17. November desselben Jahres wurde der SOS-Kinderdorf-Verein Mazedonien "SOS Detsko Selo Makedonija" gegründet.
Aufgrund kleinerer Installationsarbeiten und ausstehenden Genehmigungen seitens der Ministerien, konnte erst Ende Mai 2002 das erste Kind im SOS-Kinderdorf Skopje aufgenommen werden. Seit 2002 unterstützt der mazedonische SOS-Kinderdorf-Verein ein Kinder- und Jugendzentrum (Nadez = Hoffnung) in einem armen Viertel von Skopje, welches von Analphabetismus, Arbeitslosigkeit und Gewalt gekennzeichnet ist. Ziel ist es, die Kinder und Jugendlichen in der Schule zu unterstützen, Kurse, Workshops sowie Beratung für Frauen und Familien anzubieten.
In 2007 startete SOS-Kinderdorf Mazedonien ein Familienförderprogramm in Gazi Baba – ein Bezirk in der Nähe des SOS-Kinderdorfes Skopje. Ziel dieses Programms ist es, Kindern, die Gefahr laufen, von ihrer Herkunftsfamilie getrennt zu werden, den Verbleib in ihrer Familie zu sichern. Um dies zu erreichen, arbeitet SOS-Kinderdorf Mazedonien direkt mit den Familien und den jeweiligen Gemeinden und stärkt sie in ihren Kapazitäten, die Kinder bestmöglich zu betreuen und zu schützen. Organisiert wird diese Präventivarbeit gemeinsam mit lokalen Behörden und anderen Sozialpartnern.
Zurzeit gibt es in Mazedonien ein SOS-Kinderdorf und ein Sozialzentrum.