SOS-Hilfskonvoi versorgt ivorische Flüchtlingskinder

12.05.2011 - Auf der Flucht vor der Gewalt in ihrer Heimat sind Hunderttausende Ivorer im benachbarten Liberia gestrandet. Die SOS-Kinderdörfer leisten Nothilfe: Ein erster Hilfskonvoi hat das liberianische Flüchtlingslager Bahn erreicht. SOS-Mitarbeiter verteilten Hilfsgüter an Flüchtlingskinder und ihre Familien.

 

Im Flüchtlingslager Bahn: Frau mit Kindern
Endlich wieder satt essen: Eine Frau und ihre Kinder im Flüchtlingslager Bahn.
Der blutige Machtkampf in der Elfenbeinküste wurde vor über einem Monat entschieden. Doch die Gewalt dauerte an und trieb weiter unzählige Menschen in die Flucht. Laut Schätzungen der Vereinten Nationen UN sind mittlerweile 135.000 Menschen über die Grenze nach Liberia geflohen. Nach wie vor sind es täglich Hunderte Ivorer, die im Nachbarland Schutz suchen.

Im Flüchtlingscamp Bahn brauchen über 2000 Kinder dringend Hilfe

Die SOS-Kinderdörfer in Liberia leisten im Flüchtlingslager Bahn Nothilfe und arbeiten dabei eng mit Behörden und anderen Hilfsorganisationen zusammen. In dem Camp haben bislang 3.885 Menschen Schutz gesucht, davon sind mehr als die Hälfte Kinder. Nach wie vor kommen dort täglich neue Flüchtlinge an. Viele flohen tagelang durch Wälder. Die Kinder leiden aufgrund der unzureichenden hygienischen Bedingungen häufig unter Hautkrankheiten.

Ein Lastwagen aus dem SOS-Hilfskonvoi wird entladen.
Dringend benötigte Hilfsgüter: Ein Lastwagen aus dem SOS-Hilfskonvoi wird entladen.
Lebensmittel, Moskito-Netzen und Matratzen für Kinder und ihre Familien

Ein erster Hilfskonvoi der SOS-Kinderdörfer, bestehend aus drei Lastwagen, erreichte Bahn am 5. Mai. SOS-Mitarbeiter versorgten Flüchtlingskinder und besonders bedürftige Familien mit Lebensmitteln, Moskito-Netzen und Matratzen. Ein weiterer Hilfskonvoi der SOS-Kinderdörfer wird am 14. Mai starten und dringend benötigte Hilfsgüter bringen.

Unbegleitete Kinder und die Suche nach Angehörigen

Unterdessen registrieren die Helfer unbegleitete Kinder in den Camps, die auf der Flucht von ihren Eltern getrennt wurden. Ziel ist es, die Kinder wieder mit ihren Familien zu vereinen. Häufig sind sie in verschiedenen Lagern gestrandet. Doch viele Flüchtlinge ziehen von einem Camp zum nächsten und lassen sich schwer ausfindig zu machen.

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