Indonesien: Erdbeben und Tsunami-Warnung

11.01.2012 - Am Dienstagabend erschütterte ein heftiges Erdbeben der Stärke 7,6 auf der Richterskala die Westküste Indonesiens, dem mindestens fünf kleinere Nachbeben folgten.

Mutter mit Kind in Indonesien
Viele Menschen wurden im Schlaf überrascht und verließen ihre Häuser
Das Beben ereignete sich in 30 Kilometern Tiefe ungefähr 420 Kilometer vor Aceh. Die Behörden gaben eine Tsunami-Warnung heraus, die aber zwei Stunden später wieder aufgehoben wurde. Die SOS-Familien in den Kinderdörfern Banda Aceh, Medan und Meulaboh sind sicher, niemand wurde verletzt und es entstanden keine Schäden. Das Beben hatte viele Menschen im Schlaf überrascht und sie flohen kurzzeitig aus ihren Häusern. Mittlerweile hat sich die Lage aber wieder normalisiert.

Vor fünf jahren ereignete sich vor der Küste von Sumatra ein Erdbeben der Stärke 9.3, gefolgt von gewaltigen Tsunamis an den Küstengebieten des Indischen Ozeans. Am stärksten betroffen war der Nordwesten von Sumatra, wo über 100.000 Menschen den Tod fanden. Obwohl sich zu diesem Zeitpunkt noch keine SOS-Einrichtungen auf der Insel befanden, begannen die Mitarbeiter unter schwierigsten Bedingungen sofort mit ersten Nothilfemaßnahmen.

Zurzeit gibt es in Indonesien acht SOS-Kinderdörfer, acht SOS-Jugendeinrichtungen, acht SOS-Kindergärten, eine SOS-Hermann-Gmeiner-Schule, zwei SOS-Berufsbildungszentren, acht SOS-Sozialzentren und acht Familienstärkungsprogramme.