Vorbild sein: Junge Fußballtrainer in Uganda

06.06.2012 - Vorbild sein, nicht nur auf dem Fußballplatz: Jugendliche aus den SOS-Kinderdörfern in Uganda engagieren sich als Kinderfußballtrainer. Die "Young Coaches" werden eigens dafür geschult, armen Kindern über den Sport soziale Kompetenzen zu vermitteln. Bei der Ausbildung der jugendlichen Fußballtrainer arbeiten die SOS-Kinderdörfer in Uganda mit Experten der Proficlubs SV Werder Bremen und Bayer 04 Leverkusen zusammen.
Kinder durch Sport fördern: Dafür engagieren sich die "Young Coaches" in Uganda - Foto: Scort Foundation
Kinder durch Sport fördern: Dafür engagieren sich die "Young Coaches" in Uganda - Foto: Scort Foundation
Hinter dem "Young Coaches"-Projekt steht die Schweizer Stiftung "Scort" und das von ihr initiierte  Partnerschaftsprogramm "Football Club Social Alliance", in dem sich europäische Profi-Clubs engagieren. Die SOS-Kinderdörfer in Uganda wirken als Hauptpartner mit. SOS-Mitarbeiter halfen dabei, die "Young Coaches" auszuwählen. Unter ihnen sind mehrere Jugendliche aus den vier ugandischen SOS-Kinderdörfern und deren Nachbarschaften.

 

Bei dem multiethnischen Projekt werden junge Menschen aus den verschiedenen Volksgruppen und Regionen Ugandas gemeinsam auf ihre verantwortungsvolle Aufgabe vorbereitet. Alle Teilnehmer hatten bereits Erfahrung in der Arbeit mit Kindern gesammelt, z.B. als Tutor an ihrer Schule.

Der erste von vier mehrtägigen Ausbildungsblöcken fand nun Anfang Juni im SOS-Kinderdorf Entebbe statt. Experten von SV Werder Bremen und Bayer 04 Leverkusen schulten dort 31 junge Männer und Frauen, sechs davon waren SOS-Jugendliche.

Die deutschen Fußballlehrer  waren von der Begeisterung und dem Engagement der "Young Coaches" beeindruckt. "Sie hatten bereits klare Vorstellungen, was einen verantwortungsvollen Trainer ausmacht", sagte Peter Quast von Bayer 04 Leverkusen.

Respekt, Toleranz und Fairplay

 

Die Fußballlehrer der deutschen Profi-Vereine beim Training mit den "Young Coaches" – Foto: Scort Foundation
Die deutschen Fußballlehrer  waren vom Engagement der Jugendlichen beeindruckt - Foto: Scort Foundation
Wie lassen sich Werte wie Respekt und Fairplay, Toleranz und Solidarität auf dem Fußballplatz vermitteln? Wie lernen Kinder durch den Sport mit Konflikten und Niederlagen umzugehen? Wie kann ich soziale Kompetenzen gezielt einüben? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Ausbildungsprogramms, das die Trainer der Clubs leiten. Die Teilnehmer werden zu qualifizierten Kinderfußball-Übungsleitern ausgebildet, auf ihre Vorbildrolle vorbereitet und zu sozialem Engagement für benachteiligte Mädchen und Jungen inspiriert. Mitarbeiter der SOS-Kinderdörfer und anderer lokaler Partnerorganisationen erweitern die Inhalte zudem um Themen wie z.B. Hygiene, Malaria oder Kinderrechte.

 

Insgesamt dauert die Ausbildung zum "Young Coach" ein Jahr. Doch bereits nach dem ersten Ausbildungsblock können die Jugendlichen ihre neuen sozialen und sportlichen Kompetenzen einsetzen: Sie werden nun regelmäßig Fußballaktivitäten für benachteiligte Kinder in ihrer Umgebung organisieren. Jetzt kann´s also losgehen!

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