SOS-Kinderdörfer begrüßen "Marshallplan mit Afrika"

Entwicklungsminister Müller setzt auf Jobs für die Jugend

19.01.2017 - Entwicklungsminister Gerd Müller hat Eckpunkte für einen "Marshallplan mit Afrika" vorgestellt. Er setzt dabei auf Anreize für die Wirtschaft, um auf dem afrikanischen Kontinent Jobs vor allem für junge Menschen zu schaffen. Die SOS-Kinderdörfer weltweit begrüßen die Neuausrichtung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und appellieren an deutsche Unternehmen, sich verstärkt in Afrika zu engagieren. Mit einer Online-Petition ruft die Kinderhilfsorganisation zu einem Ausbildungs- und Beschäftigungspakt für Jugendliche in armen Ländern auf.

Petition: Bildung und Jobs für die Jugend weltweit – jetzt unterzeichnen!

Auszubildende im SOS-Berufsbildungszentrum Nairobi, Kenia - Foto: Katharina Ebel

"Afrikas Jugend findet keine menschenwürdige Arbeit und wer kann, kehrt der Perspektivlosigkeit in seiner Heimat den Rücken", erklärte Louay Yassin, Pressesprecher der Kinderhilfsorganisation, die sich seit Jahrzehnten für Ausbildung und bessere Beschäftigungschancen junger Menschen in Afrika engagiert. "Auf dem afrikanischen Kontinent müssen deshalb in großem Umfang Arbeitsplätze geschaffen werden - und das geht nur mit privatwirtschaftlichen Investitionen", so Yassin weiter. "Gerade Unternehmen der Exportnation Deutschland sind hier gefragt: Der Erfolg des Marshallplans hängt ganz wesentlich von Partnern aus der Wirtschaft ab, die mit Mut in einen Zukunftsmarkt investieren und auf die Leistungsfähigkeit junger Afrikaner setzen."

Petition: Bildung und Jobs für die Jugend weltweit

Die SOS-Kinderdörfer rufen die deutsche Wirtschaft dazu auf, mit der Bundesregierung einen Beschäftigungspakt für Jugendliche in armen Ländern zu schließen: Unter www.sos-petition.de haben bereits über 22.000 Bürger den Appell unterstützt.