Ostafrika: SOS-Feldklinik in Somalia hilft 2.000 Menschen

SOS-Kinderdörfer weiten ihre Hilfe für Flüchtlinge aus

04.08.2011 - Die Situation in Somalia bleibt dramatisch. Immer mehr hungernde Menschen strömen in die Flüchtlingscamps. Zudem erschwert die politische Instabilität des Landes die Arbeit der Hilfsorganisationen. Die SOS-Kinderdörfer setzen sich unvermindert für die Hungernden ein. In der SOS-Feldklinik im Flüchtlingscamp Badbado konnte bereits etwa 2.000 Menschen geholfen werden.

Doktor Somalia Flüchtlingscamp
Das Team der SOS-Feldklink im somalischen Flüchtlingslager Badbado versorgt Not leidende Kinder.
In den Gebieten Bakool und Lower Shabelle im Süden Somalias ist die Lage mehr als kritisch. Die Vereinten Nationen hatten die Regionen bereits vor etwa zwei Wochen offiziell zu Hungergebieten erklärt. Rund 3,7 Millionen Menschen sind betroffen. Viele der Hungernden aus den von der Dürre betroffenen Landstrichen finden Zuflucht im Flüchtlingscamp Badbado in der Region Dharkenley nahe Mogadischu. Offiziellen Angaben zufolge leben dort knapp 6.000 Familien.

252 SOS-Mitarbeiter helfen in Somalia den Notleidenden

Im Flüchtlingscamp haben die SOS-Kinderdörfer eine Medizinstation eingerichtet. Bislang konnten SOS-Mitarbeiter mehr als 2.000 Menschen behandeln. Die meisten der Hilfesuchenden sind Kinder und Schwangere. Mehr als die Hälfte der behandelten Kinder sind jünger als fünf Jahre. Die Medikamente und das Personal der Camp-Klinik kommen aus der SOS-Klinik in Mogadischu, die seit rund 20 Jahren besteht. Diese hat unterdessen ihr therapeutisches Ernährungszentrum um rund 40 Betten erweitert. Hier kümmern sich die Mitarbeiter um die besonders schweren Fälle von Mangelernährung. Derzeit stehen 60 Betten für die vom Hunger sehr stark geschwächten Menschen bereit.

In ganz Somalia haben die SOS-Kinderdörfer mehr als 250 kompetente einheimische Mitarbeiter, die sich um die Notleidenden kümmern.

Karte Ostafrika Hunger
Situation der betroffenen Gebiete in Ostafrika am 04.08.11
SOS-Nothilfe in Ostafrika wird ausgeweitet

In der nächsten Zeit werden die SOS-Kinderdörfer weitere Feldkliniken in anderen, ebenso überfüllten Flüchtlingslagern einrichten. In Kenia wird SOS sein Engagement in der Stadt Marsabit intensivieren. Marsabit liegt im Norden Kenias. Ein Teil der dortigen Gemeinden wird bereits über die SOS-Familienhilfe unterstützt. Die Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln soll ausgeweitet werden. Außerdem sollen die Kinder in sechs Schulen der Stadt mit Essen versorgt werden. Ein Team von Lehrern und Jugendlichen aus den SOS-Kinderdörfern wird sich um die Verteilung der Nahrung kümmern. In der Region Marsabit steht den SOS-Kinderdörfern außerdem ein Grundstück zur Verfügung. Dort wurden Zelte für Flüchtlinge aufgebaut. SOS-Mitarbeiter versorgen auf dem Gelände in Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen etwa 5.000 Familien mit Nahrung, Wasser und Medikamenten.

Auch das SOS-Engagement in Äthiopien soll ausgeweitet werden.

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