Putsch in Guinea-Bissau: SOS-Kinderdörfer treffen Vorsichtsmaßnahmen

02.03.2009 - Nach dem Putsch im westafrikanischen Guinea-Bissau haben die SOS-Kinderdörfer Vorsichtsmaßnahmen getroffen. So wurde die SOS-Grund- und Sekundarschule in der Hauptstadt Bissau geschlossen.

Kinder im SOS-Kindergarten Bissau - Foto: Christian Lesske
Kinder bleiben im Kinderdorf, SOS-Kindergarten und SOS-Schule in Bissau sind bis auf weiteres geschlossen - Foto: SOS-Archiv
Aufständische Soldaten haben am Montagmorgen (2.3.) den Präsidenten von Guinea-Bissau, Joao Bernardo Vieira, erschossen.
Die Situation sei zwar unübersichtlich, aber soweit ruhig, teilt der Leiter der SOS-Kinderdörfer in Guinea-Bissau, Nelson Medina, mit. Nationale Radiostationen würden nicht über die Ereignisse der letzten Stunden berichten, nur über internationale Medien könne man sich informieren. Die lokalen Märkte sind laut Medina zwar offen, aber so gut wie niemand ist dort zu sehen. Fast alle Geschäfte haben außerdem geschlossen.

Genügend Vorräte in den SOS-Kinderdörfern

Sollte sich die Versorgungslage verschlechtern, so verfügen die SOS-Kinderdörfer über ausreichend Vorräte. In Bissau bleiben alle SOS-Kinder mit ihren SOS-Müttern im Kinderdorf. Der SOS-Kindergarten, die Grund- und Sekundarschule sowie das Sozialzentrum sind als Vorsichtsmaßnahme bis auf weiteres geschlossen. 

In Canchungo und in Gabú, wo es zwei weitere SOS-Kinderdörfer gibt, ging das Leben trotz der Krise in der Hauptstadt seinen gewohnten Gang. So blieben dort die Schulen geöffnet.