SOS-Schule in Haiti öffnet wieder ihre Pforten

31.03.2010 - Anfang April beginnt für die Kinder in Haiti wieder die Schule. Auch die SOS-Schule in Santo öffnet wieder ihre Pforten, doch der Großteil der Schulen im Land ist zerstört. Daher stellt der Aufbau von Schulen und die Rückkehr der Kinder in den Unterricht für SOS einen Schwerpunkt des Hilfsprogramms dar.

Schule Haiti
Im April beginnt in Haiti wieder die Schule: Die Rückkehr zu einem geregelten Tagesablauf ist für die vom Erdbeben betroffenen Kinder besonders wichtig
Zweieinhalb Monate nach dem verheerenden Erdbeben beginnt in Haiti wieder die Schule. Doch die Katastrophe hat die Bildungsmisere in dem Karibikstaat dramatisch verschärft. Allein in Port-au-Prince wurden 87 Prozent der Schulen zerstört. Landesweit sind, so schätzt die haitianische Regierung, knapp drei Millionen Schüler betroffen. Kindern den Zugang zu Bildung zu ermöglichen, ist daher ein vorrangiges Ziel des Hilfsprogramms der SOS-Kinderdörfer in Haiti. So öffnet die SOS-Hermann-Gmeiner-Schule in Santo bei Port-au-Prince wieder ihre Pforten. Um dort zusätzliche Kinder unterrichten zu können, werden auf dem SOS-Gelände Großzelte als provisorische Klassenzimmer aufgestellt. Darüber hinaus werden die SOS-Kinderdörfer Gemeinden beim Wiederaufbau von Schulen unterstützen.

Wiederbeginn des Schulunterrichts

Die haitianische Regierung hat den offiziellen Wiederbeginn des Schulunterrichts nach der Katastrophe für Anfang April angesetzt. Auch an der SOS-Hermann-Gmeiner-Schule in Santo, die an das dortige SOS-Kinderdorf angeschlossen ist, wird der Unterricht wieder beginnen. Die Schule wurde durch das Beben nicht beschädigt. Dennoch musste nach der Katastrophe der Unterricht ruhen, da es an Lehrern fehlte und in den Klassenräumen bis vor kurzem - bis zur Fertigstellung einer Lagerhalle - Hilfsgüter gelagert werden mussten. Der SOS-Kindergarten in Santo öffnete dagegen bereits zwei Wochen nach dem Beben wieder seine Pforten.

Lager in der Schule
Nach dem Erdbeben diente die SOS-Schule zunächst als Lager für Hilfsgüter.
Den Kindergarten wie auch die SOS-Hermann-Gmeiner-Schule besuchen Mädchen und Jungen aus dem SOS-Kinderdorf sowie Kinder aus der Nachbarschaft. Vor dem Erdbeben wurden an der Schule bis zu 630 Schüler in 2 Schichten unterrichtet. Nach der Katastrophe ist die Zahl der Schüler deutlich gestiegen. Denn im SOS-Kinderdorf haben über 400 unbegleitete Kinder Schutz und Betreuung gefunden, deren Eltern während des Erdbebens umgekommen sind oder die im Chaos von ihren Familien getrennt wurden. Um die zusätzlichen Schüler unterrichten zu können, wurden auf dem SOS-Gelände daher Schulzelte errichtet.
Der Wiederbeginn des Unterrichts und der Schulalltag gibt den Kindern auch „ein Stück Normalität“ zurück und hilft ihnen so, nach der traumatischen Erfahrung des Bebens wieder Halt zu finden.

Bildung bleibt ein Schwerpunkt der SOS-Arbeit in Haiti

Nach dem Beben am 12.1. haben die SOS-Kinderdörfer in Haiti ein umfangreiches Hilfs- und Wiederaufbauprogramm gestartet, um Kindern und Familien einen Neuanfang zu ermöglichen. Schwerpunkte sind: Schutz und Betreuung für mehr als 400 unbegleitete Kinder, Ausbau der SOS-Familienhilfe (Grundversorgung für 40.000 Kinder und deren Angehörige in Zusammenarbeit mit Selbsthilfe-Komitees) sowie Bildung. Das Wiederaufbauprogramm soll über mehrere Jahre erfolgen und wird auch den Bau von Häusern für obdachlose Familien und von Schulen umfassen.

Mehr zur Schuleröffnung in Haiti erfahren Sie auch in unserem aktuellen Blog.

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