Tropensturm "Agatha": SOS-Kinderdörfer in Guatemala überflutet

Auch die SOS-Kinderdörfer in El Salvador und Honduras melden Schäden

02.06.2010 - Der Tropensturm "Agatha" hat in Zentralamerika eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Mehrere SOS-Kinderdörfer in der Region melden zum Teil schwere Schäden. So wurden in Guatemala zwei SOS-Kinderdörfer teilweise überflutet, in El Salvador wurde ein Kinderdorf von Erdrutschen bedroht. SOS-Kinder und Kinderdorf-Mütter blieben zum Glück unversehrt.

Karte von Guatemala mit SOS-Kinderdorf-Standorten
Guatemala wurde von dem Tropensturm "Agatha" besonders schwer getroffen, zwei SOS-Kinderdörfer wurden dort überflutet.
Tropensturm "Agatha" brach vergangenen Samstag über Zentralamerika herein und wurde von heftigen Regenfällen begleitet, die zu Überschwemmungen und Erdrutschen führten. Nach Medienberichten forderte die Katastrophe in der Region mindestens 184 Tote. Zehntausende mussten evakuiert werden, Ortschaften wurden von der Außenwelt abgeschnitten.

Notstand in Guatemala, El Salvador und Honduras

Die Behörden in Guatemala, das besonders schwer getroffen wurde, sowie in El Salvador und Honduras haben den Notstand ausgerufen.
Aus diesen drei Ländern melden auch mehrere SOS-Kinderdörfer Schäden:

  • In Guatemala wurden die SOS-Kinderdörfer Quetzaltenango und San Cristóbal teilweise überflutet und der Sturm deckte Dächer ab - in San Cristóbal ging zudem nach einem schweren Ausbruch des Vulkans Pacaya ein Ascheregen über dem Kinderdorf nieder. Im SOS-Kinderdorf Retalhuleu wurde das Dach des Jugendwohnheims beschädigt. Auch drei SOS-Gemeindezentren in San Juan Sacatepequez und Nuevo San Carlos melden Schäden.
  • In El Salvador mussten im SOS-Kinderdorf Santa Ana einige Familienhäuser geräumt werden, da die Gefahr bestand, dass sie von einem drohenden Erdrutsch zerstört werden. Kinder und Familien wurden in Sicherheit gebracht. In San Miguel, ebenfalls El Salvador, wurde zudem das SOS-Gemeindehaus "Pamlomilla Nueva Granada" überschwemmt. Die Mauern wurden zum Teil zerstört, so dass das Gebäude, ein altes Schulhaus, nicht mehr benutzbar ist. Die Kinder werden nun in einer kleinen Kirche betreut.
  • Auch in Honduras führte das Unwetter im SOS-Kinderdorf La Ceiba zu Gebäudeschäden.

Keine Verbindung zu mehreren SOS-Gemeindezentren, Schulen bleiben geschlossen

Das ganze Ausmaß der Schäden in den lateinamerikanischen SOS-Einrichtungen lässt sich derzeit noch nicht absehen. Wir konnten zu mehreren SOS-Gemeindezentren bislang keinen Kontakt aufnehmen, da Kommunikationswege und Straßenverbindungen unterbrochen wurden. Aus diesem Grund bleiben auch die Schulen in der Region für etwa eine Woche geschlossen.