Vulkan-Ausbruch in Indonesien: SOS-Mitarbeiter bringen Familien in Sicherheit

28.10.2010 - Nach dem Ausbruch des Vulkans Merapi auf der indonesischen Insel Java leisten die SOS-Kinderdörfer Nothilfe: Auf die umliegenden Ortschaften ging ein heißer Ascheregen nieder und zwang Tausende zur Flucht. SOS-Mitarbeiter brachten mehr als 300 Kinder in Sicherheit. Zudem versorgt SOS obdachlose Familien mit Hilfsgütern.

SOS-Mitarbeiter leisten in Yogyakarta Nothilfe
Nothilfe in Yogyakarta: Die Aufnahme ist ein Archiv-Foto von 2006, als die SOS-Kinderdörfer nach einem Erdbeben in der Region aktiv wurden
Der Merapi gilt als einer der gefährlichsten Vulkane weltweit. Im Gebiet von Yogyakarta, das jetzt von dem Vulkanausbruch heimgesucht wird, wurden die SOS-Kinderdörfer 2006 aktiv. Damals leisteten SOS-Mitarbeiter nach einem Erdbeben Nothilfe, woraus sich langfristige Projekte entwickelten.

Derzeit unterstützt die SOS-Familienhilfe in Yogyakarta 2.000 Kinder und ihre Familien: durch Kinderbetreuung, medizinische Grundversorgung und Ausbildung. Direkt im Katastrophengebiet gibt es zwei SOS-Kinderzentren, in denen Kinder tagsüber betreut werden. Freiwillige aus der Gemeinde leiten diese Projekte in Zusammenarbeit mit SOS-Mitarbeitern und auch SOS-Jugendlichen.

Freiwillige Helfer sind im Katastrophengebiet im Einsatz

Der Vulkanausbruch forderte nach jüngsten Meldungen 25 Todesopfer. Die Behörden evakuieren viele Ortschaften, in denen die SOS-Familienhilfe aktiv ist. Freiwillige Helfer aus dem SOS-Kinderdorf Lembang unterstützen die Hilfs- und Evakuierungsmaßnahmen.

Gestern ( 27.10.) brachten SOS-Mitarbeiter 300 Kinder in Sicherheit, die durch die SOS-Zentren in Umbulharjo-Cangkringan und Turi Sleman betreut werden, die etwa 13 Kilometer von dem Vulkan entfernt sind. Mit Last- und Krankenwägen sowie Motorrädern wurden die Familien zu Notquartieren gefahren, welche die Behörden in Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden eingerichtet haben. SOS-Mitarbeiter und SOS-Jugendliche versorgen die Kinder dort mit Hilfsgütern, wie z.B. Milch, Fertiggerichten, Matten, Decken und Masken.

Weitere Evakuierungen sollen in Sleman und Klaten folgen, wo die SOS-Familienhilfe 250 Kinder betreut. Die Ortschaften werden vom Lavastrom bedroht.

SOS-Kinderdorf Lembang/Bandung ist derzeit nicht gefährdet

Yogyakarta liegt in der Nähe von Lembang/Bandung, wo es ein SOS-Kinderdorf und verschiedene Zusatzeinrichtungen gibt. Das SOS-Kinderdorf Lembang ist derzeit jedoch nicht gefährdet. Zurzeit gibt es in Indonesien insgesamt acht SOS-Kinderdörfer, fünf SOS-Jugendeinrichtungen, acht SOS-Kindergärten, eine SOS-Hermann-Gmeiner-Schule, zwei SOS-Berufsbildungszentren und neun SOS-Sozialzentren. Hier erfahren Sie mehr über die SOS-Kinderdörfer in Indonesien.