Gemeinsam in die Zukunft

Ein Ehepaar will nachhaltig wirken

Was ist mir wirklich wichtig im Leben? Was soll bleiben, wenn ich nicht mehr bin? Was kann ich selbst dafür tun? Viele ältere Menschen beschäftigen sich mit ähnlichen Fragen. Sie möchten einen Beitrag für die nächsten Generationen leisten und dauerhaft Gutes tun.

Ehepaar Nolte: Gemeinsam in die Zukunft

Horst und Brigitte Nolte sind ein rüstiges Ehepaar. Unternehmungslustig und reisefreudig wie sie sind, sind sie die knapp 300 Kilometer von Langenhagen bei Hannover nach Koblenz zu einem Informationsnachmittag der SOS-Kinderdörfer gekommen.

Dabei ging es um Fragen, mit denen sich die Noltes schon länger auseinandersetzen: Wie kann ich mit einem Teil meines Vermögens Kinder in den ärmsten Ländern der Erde unterstützen? Möchte ich die SOS-Kinderdörfer testamentarisch bedenken? „Man sieht doch in Medienberichten, dass viele Kinder in Afrika und anderen Ländern ohne Hilfe keinerlei Chancen auf eine Ausbildung haben!“, da sind sich Brigitte und Horst Nolte sicher.

Schon seit 20 Jahren unterstützen die beiden SOS regelmäßig. Horst Nolte hat dafür sehr persönliche Gründe: „Mit zehn Jahren war ich Vollwaise. Ich war allein, ohne Geschwister. Dabei hatte ich das Glück, bei Onkel und Tante aufwachsen zu können. Elternlose und verlassene Kinder in den SOS-Kinderdörfern haben diese Möglichkeit nicht.“

Wie viele Gäste lernte das Ehepaar Nolte an dem Nachmittag in Koblenz zum ersten Mal die zuständigen Mitarbeiterinnen von SOS persönlich kennen. „Interessant fand ich, zu erfahren, wie die SOS-Kinderdörfer Nachlässe verwalten, sich zum Beispiel um die Auflösung der Wohnung oder die Grabpflege kümmern“, berichtet Horst Nolte. „Für uns war auch wichtig zu erfahren, was passiert, wenn man kein Testament macht. Dann erben entfernte Verwandte, bzw. wenn es keine gibt, der Staat. Da möchten wir lieber selbst gestalten, wie es weitergeht, wenn wir nicht mehr sind!“

Bewegende Geschichten

Viele Menschen bedenken die SOS-Kinderdörfer in ihrem Testament. Für uns ist dies ein großer Vertrauensbeweis und ein besonderes Engagement, das Hilfe für Kinder möglich macht. Manchmal erfahren wir von Angehörigen oder Freunden mehr über den Menschen, der gestorben ist. Dann hören wir gespannt zu: Wir hören von glücklichen Zeiten, schweren Schicksalen, Eigenheiten und Abenteuern. Weil jede Lebensgeschichte einzigartig ist, erzählen wir regelmäßig von unseren Nachlass-Spendern. Und - um ein letztes Mal DANKE zu sagen!