Mit grünem Daumen für SOS

Stefanie Eilhardt sät auf ihrem Balkon fleißig Samen und gibt die Jungpflanzen gegen eine Spende für ein SOS-Kinderdorf in Nepal weiter an Gemüsepaten, bei denen sie groß werden.

Mit der Anzucht von Jungpflänzchen sammelt die leidenschaftliche Gärtnerin Spenden für das SOS-Kinderdorf Kavre in Nepal. Foto: Privat

Was tun, wenn man eine leidenschaftliche Gärtnerin ist, aber leider nur einen kleinen Balkon und keinen eigenen Garten hat? Stefanie Eilhardt hat dafür eine Lösung gefunden, bei der sie ihren grünen Daumen voll und ganz wirken lassen kann. Auf ihrem Balkon sät sie im Frühling mit viel Energie Gemüsesamen an. Das tut sie schon im dritten Jahr in Folge. Diesmal hat sie sich auf Paprika, Mangold, Radieschen, Bohnen und Kürbis spezialisiert. Die Kölnerin begleitet die Pflanzen beim Wachsen so lange, bis sie zu groß für ihren doch eher kleinen Balkon werden. Danach gibt sie sie an so genannte Gemüsepaten ab, bei denen die Pflanzen dann richtig groß werden können.

Ein neues Zuhause für über 120 Pflanzen


Stefanie Eilhardt (rechts) übergibt Setzlinge an eine "Gemüsepatin". Foto: Privat

Die Paten findet sie in ihrem nahen Umfeld. Sie spricht einfach Freunde, Kollegen und Bekannte an, von denen sie meint, dass sie sich für Pflanzen interessieren und dass die den nötigen Platz zuhause haben. "In diesem Jahr haben schon 35 gemüsehungrige Menschen die Pflege für rund 120 Pflanzen übernommen. Dafür bin ich den Paten wirklich sehr dankbar", freut sich die 38-Jährige.

Damit die Paten schon im Vorfeld ein bisschen an der Entwicklung der Pflanzen teilhaben können, hat Stefanie Eilhardt einen wunderbaren Blog im Internet eingerichtet. Dort schreibt sie über die verschiedenen Gemüsearten und erzählt, was sich auf ihrem Balkon so tut.

HIlfe für Kinder in Nepal

Stefanie Eilhardt bitte ihre Paten für jede Pflanze um eine Spende, die sie zu einhundert Prozent an die SOS-Kinderdörfer weitergibt. Das Geld ist für das SOS-Kinderdorf Kavre in Nepal bestimmt. Warum Stefanie Eilhardt mit den Spenden die SOS-Arbeit unterstützt, weiß sie genau: "Die SOS-Kinderdörfer sind für alle Kinder in Not da, unabhängig von Herkunft oder Religion. Außerdem liegt ein Schwerpunkt der Arbeit auf Bildung. Das finde ich sehr wichtig."

Für dieses Jahr hat Stefanie Eilhardt die Pflanzsaison abgeschlossen. Sie betont scherzhaft, dass sie für den weiteren gärtnerischen Erfolg keine Haftung übernimmt, denn sie weiß: "Das entscheidet alleine der grüne Daumen der einzelnen Gemüsepaten."