SOS-Kinderdorf Amman

Amman zählt zu den reichsten und am höchsten entwickelten Städten der Region und zieht zahlreiche internationale Touristen und Geschäftsleute an. Das rasante Bevölkerungswachstum hat jedoch zu einem Mangel an Infrastruktur und zur Entstehung von Elendsvierteln geführt. Besonders die Flüchtlinge leben unter prekären Bedingungen.

Tausende Kinder sind in Amman auf Unterstützung angewiesen


Kinder in unserer Obhut können vollig sicher im Freien spielen (Foto: SOS-Archiv).
Die jordanische Hauptstadt Amman liegt im Nordwesten des Landes nahe der Grenze zum Westjordanland und ist mit über 2,9 Millionen Einwohnern auch die größte Stadt Jordaniens. Die Bevölkerungszahlen Ammans sind in den letzten zehn Jahren stark gestiegen, und vor allem aufgrund der großen Zahl der Einwanderer und Flüchtlingsströme wird ein weiterer Anstieg erwartet. Die Bevölkerung Jordaniens hat eine der weltweit größten Wachstumsraten zu verzeichnen. Die rasante Verstädterung hat in Amman zu Wasserknappheit geführt, und es gibt keine vernünftige Stadtplanung zur Sicherung angemessener Lebensbedingungen für alle Einwohner.

Tausende Flüchtlinge aus Syrien haben Zuflucht in Jordanien gefunden. Die meisten überquerten die Grenze illegal und brauchten dringend Hilfe, als sie nach Jordanien kamen. Zaatari, das größte Flüchtlingslager in Jordanien, wo mehr als 100.000 Syrer in Zelten leben, ist 1,5 Stunden von der Stadt Amman entfernt. Kinder haben es besonders schwer: sie sind ihrem Zuhause und ihrer gewohnten Umgebung entrissen worden, und viele haben durch Gewalt Traumata erlitten.

Ganzheitliche Unterstützung für alle Mitglieder der Gemeinde

In Amman wurde 1986 das erste SOS-Kinderdorf Jordaniens eröffnet. Heute unterstützt das SOS-Sozialzentrum die Bewohner des Kinderdorfs und die lokale Bevölkerung durch eine Reihe von Angeboten. Unser Sozialzentrum bietet ein Familienstärkungsprogramm zur ganzheitlichen und nachhaltigen Unterstützung von Familien. Kinder können in Seminaren ihre arabischen Schreibkenntnisse verbessern oder Nachhilfestunden nehmen, wenn sie Schwierigkeiten in der Schule haben.

Darüber hinaus werden am „kostenlosen Gesundheitstag“ Vorsorgeuntersuchungen angeboten. Kinder und junge Erwachsene, unsere MitarbeiterInnen, SOS-Mütter und die Bewohner der umliegenden Gemeinde können Beratungen und psychologischen Beistand in Anspruch nehmen.


Unsere Arbeit in Amman


Auf zur Schule! (Foto: SOS-Archiv).
Zusätzlich zu dem oben erwähnten Familienstärkungsprogramm bieten wir folgende Unterstützungsmaßnahmen an:

Betreuung in SOS-Kinderdorf-Familien: Bis zu 108 Kinder aus der Region, die nicht länger bei ihren Eltern leben können, finden in zwölf SOS-Familien ein liebevolles Zuhause. Hier werden sie gemeinsam mit ihren Geschwistern von SOS-Müttern fürsorglich betreut.

Bildung: Etwa 160 Kinder aus dem SOS-Kinderdorf und der Nachbarschaft besuchen zusammen den SOS-Kindergarten und sind dadurch bereits in jungen Jahren gut in ihre Umgebung integriert. Das Angebot der Tagesbetreuung wird besonders von Eltern geschätzt, die arbeiten oder nach Arbeit suchen - sie wissen ihre Kinder in sicherer Obhut.

Unterstützung junger Menschen: Junge Menschen, die ihren SOS-Familien entwachsen, können in das SOS-Jugendprogramm wechseln und werden von qualifizierten Fachkräften durch diese neue Lebensphase begleitet, in der sie eine Berufsausbildung beginnen, ein Studium aufnehmen oder sich eine Arbeit suchen.


  • Helfen Sie Kindern in Not!

    Schenken Sie Not leidenden Kindern eine Zukunft: Unterstützen Sie die Arbeit der SOS-Kinderdörfer - helfen Sie mit Ihrer Spende oder Patenschaft!
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