Die Kinder im Kosovo brauchen Ihre Hilfe.
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Hauptstadt: Pristina
Fläche: 10.887 km²
Bevölkerungszahl: 2,1 Millionen (Schätzung Dezember 1993)
Bevölkerungsgruppen: 90% Kosovo-Albaner (Kosovaren), Serben und Montenegriner
Amtssprache(n): Albanisch, Serbisch
Religion(en): Muslime, Christen (Serbisch-Orthodoxe, Katholiken)
Währung: 1 Euro = 100 Cent
SOS-Kinderdorf-Aktivitäten im Land
Während des bewaffneten Konflikts zwischen Jugoslawien (heutiges Serbien) und dem Kosovo, flüchteten im Jahr 1999 rund eine Million Kosovo-Albaner aus dem Kosovo nach Albanien. Da SOS-Kinderdorf bereits in Albanien tätig war, konnte dank der bestehenden Infrastruktur ein SOS-Nothilfeprogramm für diese Flüchtlinge initiiert werden. Im Herbst 1999 kehrten die meisten Flüchtlinge in den zerstörten Kosovo zurück. Angesichts der sozialen Missstände beschloss SOS-Kinderdorf International direkt im Kosovo tätig zu werden.
Nach langen Verhandlungen mit der Übergangsregierung UNMIK (United Nations Interim Administration Mission in Kosovo) und den lokalen Behörden konnte am 16. Juni 2000 der Vertrag zur Errichtung eines SOS-Sozialzentrums mit Kindergarten und Spielplatz in Pristina, der Hauptstadt des Kosovo, unterzeichnet werden. Das SOS-Sozialzentrum sollte als Übergangsheim für verwaiste und zur Adoption vorgesehene Babys und Kleinkinder fungieren. Im Juni 2001 wurde mit den Bauarbeiten des SOS-Übergangsheimes und des SOS-Kindergartens begonnen. Um sofortige Hilfe leisten zu können, wurden bis zur Fertigstellung des Übergangsheimes zwei Häuser als provisorische Unterkünfte in Pristina angemietet. Da es im Kosovo weiterhin eine große Anzahl von Kleinkindern ohne elterliche Fürsorge gab, wurde kurze Zeit darauf das SOS-Übergangsheim erweitert, welches Ende 2002 komplett besiedelt wurde. Da auch einige Kinder mit speziellen Bedürfnissen in den Übergangsheimen aufgenommen wurden, bekamen diese eine besondere Betreuung im so genannten "Bienenhaus", das einen Teil des SOS-Übergangheimes bildet. Im Oktober 2004 wurde ein Regierungsabkommen zwischen Kosovo und SOS-Kinderdorf International unterzeichnet und kurz darauf das erste SOS-Kinderdorf in einem Haus des Übergangheimes eingerichtet.
Im Jahre 2007 startete SOS-Kinderdorf Kosovo ein Familienförderprogramm. Ziel dieses Programms ist es, Kindern, die Gefahr laufen, von ihrer Herkunftsfamilie getrennt zu werden, den Verbleib in ihrer Familie zu sichern. Um dies zu erreichen, arbeitet SOS-Kinderdorf Kosovo direkt mit den Familien und den jeweiligen Gemeinden und stärkt sie in ihren Kapazitäten, die Kinder bestmöglich zu betreuen und zu schützen. Organisiert wird diese Präventivarbeit gemeinsam mit lokalen Behörden und anderen Sozialpartnern.
Zurzeit gibt es im Kosovo ein SOS-Kinderdorf, einen SOS-Kindergarten und drei SOS-Sozialzentren.