Kämpfe im Südsudan: SOS-Kinderdorf nimmt Flüchtlinge auf

26.02.2009 - Im Süden des Sudan sind wieder Kämpfe aufgeflammt. Flüchtlingsfamilien haben im SOS-Kinderdorf Malakal Zuflucht gefunden, wo sie Beistand und Solidarität erfahren. Doch auch für die SOS-Kinder und Mitarbeiter des Kinderdorfs ist die Lage prekär. So werden Lebensmittel und Medikamente knapp.

 

Karte: SOS-Kinderdörfer im Sudan
Im Südsudan tobte jahrzehntelang ein blutiger Bürgerkrieg.

2005 hatten die sudanesische Regierung und die Rebellenbewegung SPLA (Sudan People's Liberation Army) ein Friedensabkommen unterzeichnet, das den jahrzehntelangen Bürgerkrieg im Südsudan beendete. Jetzt sind in der Stadt Malakal neue Kämpfe zwischen Milizen und Regierungstruppen ausgebrochen.

Mehr als 60 Familien, die vor den Kämpfen aus ihren Häusern flohen, fanden Zuflucht im SOS-Kinderdorf Malakal. SOS-Kinder und -Mitarbeiter teilen sich mit ihnen die zur Neige gehenden Nahrungsmittel und Trinkwasservorräte. Auch die medizinische Versorgung der Kinder ist derzeit nicht sichergestellt. Zahlreiche Mädchen und Jungen leiden an Durchfall.

Enge Zusammenarbeit mit UNO-Mission

Das nationale SOS-Büro in der Hauptstadt Khartum unternimmt derzeit alles in seiner Macht stehende, um die Sicherheit der Kinder, Mitarbeiter und Flüchtlingsfamilien im SOS-Kinderdorf Malakal zu gewährleisten. Dabei arbeitet SOS eng mit dem Kinderschutzbeauftragten der UNO-Mission im Sudan zusammen.