Hauptstadt: Banjul
Fläche: 11.300 km²
Bevölkerungszahl: 1,6 Millionen Einwohner (Stand Juli 2005)
Bevölkerungsgruppen: Malinke, Fula, Wolof
Amtssprache(n): Englisch
Religion(en): sunnitische Muslime, Naturreligionen
Währung: 1 Dalasi = 100 Butut
SOS-Kinderdorf-Aktivitäten im Land
Durch die Verarmung vieler Familien und das Auseinanderbrechen der traditionellen Familienstrukturen in Gambia mussten sich immer mehr Kinder auf der Straße selbst versorgen. Diese Situation veranlasste SOS-Kinderdorf International, 1980 im Land tätig zu werden und entsandte Herrn Otto Brönnimann als ersten SOS-Kinderdorf-Repräsentanten. 1981 entstand das erste SOS-Kinderdorf in Bakoteh, etwa 18 km von der Hauptstadt Banjul entfernt. Gleichzeitig wurde ein SOS-Kindergarten und eine SOS-Hermann-Gmeiner-Grundschule, die später an die Schulbehörde übergeben wurde, errichtet.
Im Laufe der folgenden Jahre entstanden viele verschiedene Zusatzeinrichtungen auf den Nachbargrundstücken des SOS-Kinderdorfes, mit den Schwerpunkten Jugendarbeit und Jugendverselbständigung, Schulausbildung und medizinische Versorgung. So entstand unter anderem ein SOS-Berufsbildungszentrum in Bakoteh mit dreijährigen technischen Ausbildungskursen. Die Lehrlinge dieses Zentrums kommen aufgrund der schlechten Ausbildungssituation in Nordwestafrika auch aus den SOS-Kinderdörfern in Liberia und Sierra Leone, außerdem absolvieren auch externe Jugendliche aus Gambia diese Ausbildung. Aufgrund der sehr schlechten medizinischen Versorgung in Gambia errichtete SOS-Kinderdorf auch eine "SOS-Mutter-Kind-Station", welche vor allem Schwangere und Mütter mit Kleinkindern medizinisch versorgt und auch Beratung anbietet. 1998/99 entstand das SOS-Berufsbildungszentrum für zukünftige SOS-Kinderdorf-Mütter und SOS-Mitarbeiter als regionale SOS-interne Schulungseinrichtung.
Wie in der gesamten Region Nordwestafrika war auch in Gambia die politische und wirtschaftliche Situation über die Jahre hinweg einige Male Turbulenzen ausgesetzt. SOS-Kinderdorf unterstützte immer wieder die umliegende Bevölkerung in Notsituationen, beispielsweise mit Hausbau für bedürftige Familien. Das SOS-Kinderdorf Bakoteh leistete auch Ende 1998 "SOS-Nachbarschaftshilfe" und nahm die SOS-Kinderdorf-Kinder aus Guinea-Bissau, die vor dem Krieg in ihrem Land flüchten mussten, in ihrem Dorf auf. Nach ungefähr neun Monaten des Zusammenlebens auf engstem Raum konnten die SOS-Familien aus Guinea-Bissau wieder in ihre Heimat zurückkehren. Im Juni 1994 wurde die Straße, an der sich alle SOS-Kinderdorf-Einrichtungen in Gambia befinden, als öffentliche Anerkennung auf den Namen "Hermann Gmeiner Drive High Way" umbenannt. Wie in der gesamten Region Nordwestafrika war auch in Gambia die politische und wirtschaftliche Situation über die Jahre hinweg einige Male Turbulenzen ausgesetzt. SOS-Kinderdorf unterstützte immer wieder die umliegende Bevölkerung in Notsituationen, beispielsweise mit Hausbau für bedürftige Familien. Das SOS-Kinderdorf Bakoteh leistete auch Ende 1998 "SOS-Nachbarschaftshilfe" und nahm die SOS-Kinderdorf-Kinder aus Guinea-Bissau, die vor dem Krieg in ihrem Land flüchten mussten, in ihrem Dorf auf. Nach ungefähr neun Monaten des Zusammenlebens auf engstem Raum konnten die SOS-Familien aus Guinea-Bissau wieder in ihre Heimat zurückkehren. Ab 2004 trug SOS-Kinderdorf in Gambia auch zur Errichtung von zwei Gemeindezentren und zum Bau von Übergangsunterkünften für sexuell ausgebeutete Mädchen in der Umgebung von Bakoteh bei.
Zurzeit gibt es in Gambia zwei SOS-Kinderdörfer, eine SOS-Jugendeinrichtung, zwei SOS-Kindergärten, drei SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen, zwei SOS-Berufsbildungszentren, ein SOS Sozialzentrum und ein SOS-medizinisches Zentrum.
Website von SOS-Kinderdorf Gambia
(verfügbar auf Englisch)