Die Kinder in Palästinensischen Gebieten brauchen unsere Hilfe!
Armut und Gewalt prägen das Leben der Kinder in den Palästinensischen Gebieten, zu denen das Westjordanland und der Gaza-Streifen gehören. Besonders dramatisch ist die Lage im dicht besiedelten Gaza-Streifen, der als Armenhaus am Mittelmeer gilt. Die israelische Blockade, der innerpalästinensische Konflikt zwischen Hamas und Fatah und der 22-tägige Krieg 2008/09 haben das Elend immer weiter verschärft. Die Leidtragenden sind vor allem die Kinder, die etwa die Hälfte der Bevölkerung ausmachen.
- Armut: 60 Prozent der Bevölkerung in den Palästinensischen Gebieten leben unter der Armutsgrenze. Im Gaza-Streifen sind es sogar 80 Prozent, die von internationalen Hilfslieferungen abhängig sind. Die meisten Menschen müssen mit weniger als zwei Dollar am Tag auskommen. Die Arbeitslosigkeit ist dramatisch hoch.
- Mangelernährung: Jedes zehnte Kind im Gaza-Streifen ist zu klein für sein Alter.
- Unzureichende Gesundheitsversorgung: Ein Großteil der Bevölkerung in den Palästinensischen Gebieten hat keinen gesicherten Zugang zu medizinischer Versorgung. Darunter leiden gerade auch Frauen und Kinder.
- Bildungsnotstand: Aufgrund der Dauerkrise wurden in den Palästinensischen Gebieten in den vergangenen Jahren hunderte Schulen geschlossen oder zerstört.
- Traumatisierte Kinder: Die Mädchen und Jungen in den Palästinensischen Gebieten wachsen in einem Klima der Gewalt auf. Die Folge: Schätzungen zufolge leiden 80 Prozent der Mädchen und Jungen an Verhaltensauffälligkeiten und psychisch bedingten Gesundheitsproblemen, wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Appetitlosigkeit.
- Gewalt in den Familien: Die Gewalt auf den Straßen überträgt sich auf die Familien. Kindesmisshandlung ist ein weit verbreitetes Problem. Viele 13- bis 18-Jährige neigen selbst zu aggressivem Verhalten.
- Jugendliche ohne Perspektive: Jugendlichen fehlt es an Bildungs- und Freizeitangeboten und sie haben kaum Aussicht auf Arbeit.
Unterstützen Sie die Arbeit der SOS-Kinderdörfer in den Palästinensischen Gebieten!
Die SOS-Kinderdörfer sind seit 1968 in den Palästinensischen Gebieten aktiv, um notleidenden Kindern und Familien eine Perspektive zu geben.
Zuhause im SOS-Kinderdorf: Eine SOS-Familie in BethlehemSOS-Kinderdörfer: Im Westjordanland nahm das SOS-Kinderdorf in Bethlehem 1968 die ersten Kinder auf. Das SOS-Kinderdorf Rafah im Gaza-Streifen wurde 2001 eröffnet. Beide Kinderdörfer bieten insgesamt 246 elternlosen und verlassenen Kindern ein sicheres und liebevolles Zuhause in einer SOS-Familie.
- Familien- und Nachbarschaftshilfe: Die beiden SOS-Sozialzentren in Gaza City und Bethlehem leisten Nachbarschaftshilfe für bedürftige Familien mit insgesamt 1700 Kindern. Die SOS-Familienhilfe begleitet insbesondere alleinerziehende Frauen und ihre Kinder in eine bessere Zukunft. Die vielfältige Unterstützung umfasst Berufsberatung und Hilfe beim Aufbau einer eigenen Existenz sowie psychologische Betreuung und medizinische Versorgung. Ziel ist es, Familien vor dem Zerbrechen zu bewahren und schrittweise zur Selbsthilfe zu befähigen.
- Bildung: In Rafah und in Bethlehem gibt es zwei SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen. Dort besuchen insgesamt 540 Grundschüler den Unterricht. Das SOS-Sozialzentrum in Rafah bietet zudem Fortbildungen wie Computer- und Sprachkurse an.
- Medizinische Hilfe: Im Westjordanland hat 2003 ein mobiles psychosoziales und medizinisches Zentrum seine Arbeit aufgenommen. Ein Lkw fährt von Ort zu Ort, um Kindern und Familien psychologische Betreuung und medizinische Versorgung zu bieten. Als feste Zweigestellen haben die SOS-Kinderdörfer in Nablus, Hebron, Jericho, Jenin und Ramallah psycho-soziale Nothilfestationen eingerichtet. Im Gaza-Streifen betreibt das SOS-Kinderdorf Rafah ein kleines Medizinisches Zentrum, das Familien in der Nachbarschaft offen steht. Insgesamt versorgen die medizinischen SOS-Einrichtungen 19.000 Patienten im Jahr.
Derzeit bestehen in den Palästinensischen Gebieten folgende SOS-Einrichtungen: zwei SOS-Kinderdörfer, zwei SOS-Jugendeinrichtungen, drei SOS-Kindergärten, zwei SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen, ein mobiles psychosoziales und medizinisches Zentrum, fünf psycho-soziale Nothilfestationen, drei Sozialzentren und ein Medizinisches Zentrum.
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Die Kinder in Palästina brauchen Ihre Hilfe! Als SOS-Pate helfen Sie langfristig und gezielt und begleiten Kinder in Not auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit. Bitte werden Sie SOS-Pate! |
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