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06.02.09 - Der 23-tägige Krieg im Gaza-Streifen hat den Kindern tiefe seelische Wunden zugefügt. "Die Mädchen und Jungen sind stark verängstigt und weigern sich zu essen oder zu spielen", berichtet Ihsan Redwan, Mitarbeiterin der SOS-Kinderdörfer, von ihrem Arbeitsalltag in der SOS-Familienhilfe.
Verängstigt und traumatisiert: Kinder in den Palästinensischen Gebieten Die Familienhilfe der SOS-Kinderdörfer unterstützt im Gaza-Streifen 187 bedürftige Familien mit insgesamt 900 Mädchen und Jungen. Acht dieser Kinder, so Ihsan Redwan, wurden während der Kämpfe schwer verletzt. Von seelischen Verletzungen blieb keines der 900 Kinder verschont. Einige mussten mitansehen, wie Angehörige ums Leben kamen. Die meisten flohen mit ihren Eltern vor den Gefechten und Bombardements aus ihren Häusern, die nun oftmals in Trümmern liegen oder schwer beschädigt sind.
"Die Kinder leiden alle an psychischen Störungen wie immer wiederkehrenden Alpträumen, Angstschreien und Bettnässen sowie verschiedenen gesundheitlichen Problemen wie Übelkeit und Erbrechen", sagt Ihsan Redwan.
Die SOS-Kinderdörfer in den palästinensischen Gebieten verfügen über langjährige Erfahrung in der Betreuung traumatisierter Kinder. Es sind vor allem die Mädchen und Jungen, die unter dem lang anhaltenden palästinensisch-israelischen Konflikt und den bedrückenden Lebensverhältnissen leiden. Die SOS-Kinderdörfer und ihre Zusatzeinrichtungen bieten Kindern psychologische und psychiatrische Begleitung - damit seelischen Wunden heilen können.
In den Palästinensischen Gebieten (Westjordanland und Gaza-Streifen) gibt es zwei SOS-Kinderdörfer, zwei SOS-Jugendeinrichtungen, drei SOS-Kindergärten, zwei SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen, ein mobiles neuropsychologisches Zentrum, vier psycho-soziale Nothilfestationen, drei Sozialzentren und ein kleines Medizinisches Zentrum.