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    • > "Zwischen Welten" - Reportage von Arne Semsrott und Florian Zinner (pdf)

  • Links zum Thema 

    • > Arne Semsrott und Florian Zinner sind Sieger der SPIEGEL-Schülerzeitungswettbewerbs 2007

    • > Mehr zum SPIEGEL-Schülerzeitungswettbewerb und die SOS-Kinderdörfer

    • > SOS-Kinderdörfer in Uruguay

    • > Hesmats Flucht - Reportage von Arne Semsrott

SOS-Kinderdörfer Über SOS Aktuelles Aktionen SPIEGEL-Preisträger berichten aus SOS-Kinderdörfern 2007: Zwischen Welten

Zwischen Welten 

Arne Semsrott und Florian Zinner sind zurück aus Uruguay. Dort haben die beiden Preisträger des SPIEGEL-Schülerzeitungswettbewerbs 2007 die SOS-Kinderdörfer besucht. In ihrer Reportage beschreiben die Nachwuchsjournalisten ihre Reise, die sie auch in die Elendsviertel Montevideos führte.                                        


Preisverleihung in Hamburg: Arne Semsrott (Mitte) und Florian Zinner mit SOS-Mitarbeiterin Andrea Seifert Die stolzen Preisträger: Andrea Seifert von den SOS-Kinderdörfern (link) überreichte den PreisAlvaro Vignola macht jeden Tag eine kleine Weltreise. Morgens besucht er Österreich und Deutschland, danach Argentinien und auch die Schweiz gehört häufig zu seinen Ausflugszielen. Er schlendert vorbei an flachen Häusern, manche sind rot oder grün, andere gelb angestrichen. Hier und da eine Schaukel, eine Wippe, spielende Kinder, die ihn fröhlich begrüßen. Fast so, als sei er ihr Vater. Schließlich biegt er in den Weg zu einem knallpinken Bungalow ein, auf dessen Fassade in großen, gravierten Buchstaben "Casa Austria" steht. Auf dem Haus daneben: "Casa Alemania" – Haus Deutschland. Alvaro ist der Direktor des SOS-Kinderdorfs in Montevideo – einer eigenen kleinen Welt im Süden Uruguays.
Ein Junge im SOS-Kinderdorf MontevideoEin Junge im SOS-Kinderdorf MontevideoDas Casa Austria wird wie die weiteren zwölf Häuser des Dorfs von einer ganz besonderen Familie bewohnt. Es ist eine Familie mit Kindern, die nur in manchen Fällen wirklich Bruder und Schwester sind und eine Mutter haben, die nicht ihre leibliche Mutter ist, aber trotzdem "Mama" genannt wird. Die "Österreicher" sind zu zehnt: Acht Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren, Mutter Nora und ihre Assistentin, die auch einmal Mutter werden möchte. Sie heißt "Tante".

Russischer Salat im Casa Austria

Hütten aus Holzbrettern, Blech, Abfall: im Armenviertel von Florida bei Montevideo Hütten aus Holzbrettern, Blech, Abfall: im Armenviertel von Florida bei Montevideo "Hier Mutter zu sein ist ein Vollzeit-Job", erklärt der Vizedirektor der SOS-Kinderdörfer in Uruguay, Eduardo Bula. Zusammen mit Alvaro ist er bei den "Österreichern" zum Mittagessen eingeladen. Auf dem Tisch stehen Hackfleisch und eine Gemüsebeilage, die hier Russischer Salat genannt wird. Zur Begrüßung gibt es ein Küsschen links, eins rechts, eine Umarmung und noch eine – der Gast ist stets willkommen. Mit vollem Mund und voller Stimmkraft erzählen die Kinder aufgeregt von der Schule und dem, was sie in ihrer Freizeit tun.
Das Konzept der SOS-Kinderdörfer, in Uruguay "Aldeas Infantiles SOS" genannt, funktioniert: An drei Standorten des Landes, in der Hauptstadt Montevideo, der Kleinstadt Florida nordwestlich von Montevideo sowie Salto an der Grenze zu Argentinien, hilft die internationale Organisation insgesamt mehr als 300 Kindern. Zehn bis 15 Familien bevölkern hier ein Dorf, deren kleine Bewohner nicht bei ihren biologischen Eltern bleiben konnten. Alkoholprobleme, häusliche Gewalt und der Tod von Elternteilen sind die häufigsten Gründe, warum Kinder, manchmal mit drei oder vier Geschwistern, in ein SOS-Kinderdorf umsiedeln.

Liebevolle Kämpfernaturen

Kinder in einem SOS-GemeinschaftszentrumKinder in einem SOS-GemeinschaftszentrumEduardo startet seinen Wagen. Es ist ein dreizehn Jahre alter Nissan-Pickup. "An old car", sagt er verlegen, tätschelt die Armatur und fährt los. Er biegt ein in die Straße zum Armutsgürtel, der Montevideo umschließt. Neben den typischen Wellblechhütten erstrecken sich auch einige betonierte Wohnblocks die Straße entlang. Die meisten dieser Hütten haben die Bewohner sich selbst gebaut, aus Blech, Holzbrettern, Abfall. Fließendes Wasser haben hier nicht viele, der Strom wird illegal abgezapft, wenn überhaupt. Eduardo blickt um sich und sagt ernst: "Hier leben Menschen."


Ihre Reportagereise führt die beiden Jungreporter weiter zum Centro Social der SOS-Kinderdörfer in Salto. Dort lernen Sie die Welt der SOS-Gemeinschaftszentren kennen: die liebevolle Sorge um die Kinder, die aufopferungsvolle Arbeit der Mütter in den Zentren, Kämpfernaturen wie die Direktorin Laurita Bella - und viele, viele helfende Hände…

Sie wollen die beiden Jungreporter noch ein Stück auf ihrer Reise begleiten? Unten können Sie die vollständige Fassung ihrer Reportage herunterladen:

"Zwischen Welten" - Reportage von Arne Semsrott und Florian Zinner (pdf)

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