Ausstellung "Kindheit in Israel" eröffnet

01.03.2012 - Die beeindruckende Ausstellung „Kindheit in Israel“, die bis 27. April 2012 im Jüdischen Museum in Frankfurt am Main zu sehen ist, gibt den Jungen und Mädchen Israels eine Stimme.
Wilfried Vyslozil, Kirstin zu Hohenlohe und Sönke-Wortmann
Wilfried Vyslozil, Kirstin zu Hohenlohe und Sönke Wortmann
Was bewegt Kinder in Israel? Welche Sehnsüchte und Hoffnungen haben sie? Dieser Frage gingen die SOS-Kinderdörfer im Rahmen eines Kunstprojektes nach. Die Antwort geben israelische Kinder im Rahmen einer Kabinettausstellung, die am 29.2.12 im Jüdischen Museum in Frankfurt am Main eröffnet wurde.

 

Die zahlreichen Besucher der Ausstellung –  darunter auch Regisseur und SOS-Botschafter Sönke Wortmann – waren von den Fotografien beeindruckt. Der bekannte Unternehmer Artur Braun sagte bei seinem Besuch: "Ich spende seit 60 Jahren für SOS. Jetzt war ich zum ersten Mal wirklich in einem Kinderdorf - so sehr haben mich die Bilder bewegt."

 

Artur Braun bei der Ausstellungseröffnung
Artur Braun bei der Ausstellungseröffnung
Idee des Kunstprojekts war es, die Kinder selbst aus ihrem Leben erzählen zu lassen. 100 Kinder zwischen 6 und 16 Jahren aus den SOS-Kinderdörfern Megadim und Neradim in Israel erhielten Einwegkameras und die Aufgabe, alles zu fotografieren, was sie bewegt. „Uns war sehr wichtig, ein Kunstprojekt gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen zu gestalten: Nicht über sie, sondern mit ihnen über ihr Leben zu erzählen“, sagte Kirstin zu Hohenlohe, SOS-Kuratorin, zum Auftakt der Ausstellung.

 

Einblicke in Alltag und Seelenleben der Kinder

 


Ungefiltert und authentisch: Die Kinder fotografierten mit Einwegkameras, der Berliner Fotograf Stephan Pramme begleitete sie bei dem Projekt - Foto: Stephan Pramme 
Begleitet wurden die Kinder und Jugendlichen von dem Berliner Fotografen Stephan Pramme, der sie mit großer Sensibilität porträtierte.

Das Ergebnis sind ungefilterte Einblicke in den Alltag und das Seelenleben von Kindern, authentisch, roh und zart zugleich. Die Bilder erzählen von Freundschaften, von Menschen, von Sehnsüchten und Träumen.

 „Hier zeigen sich Momente geglückter Kindheit, obwohl die Ausgangsbasis dieser jungen Künstler alles andere als gut war“, erklärte der Vorstand der SOS-Kinderdörfer weltweit, Dr. Wilfried Vyslozil, bei der Vernissage im Jüdischen Museum. „Die Ausstellung gibt den Jungen und Mädchen eine Stimme.“

Die Schirmherrschaft für das Kunstprojekt übernahm Tibor Shalev-Schlosser, Generalkonsul des Staates Israel in Deutschland. „Das Engagement der SOS-Kinderdörfer liegt mir sehr am Herzen. Deshalb habe ich mit Freude die Schirmherrschaft für dieses interessante Projekt angenommen.“