Elfenbeinküste: SOS startet Hilfsprojekte für ivorische Familien

Die Unterstützung kommt etwa 800 Kindern zugute

22.07.2011 - Die Machtkämpfe in der Republik Elfenbeinküste haben in der Stadt Duékoué schlimme Spuren hinterlassen. Eine Bestandsaufnahme von Mitarbeitern der SOS-Kinderdörfer offenbart die große Not von Kindern und Familien in der rund 75.000 Einwohner zählenden Stadt.
 

Flüchtlinge in einem Lager an der Elfenbeinküste - Foto: SOS
Flüchtlinge in einem Lager an der Elfenbeinküste - Foto: SOS
Die SOS-Kinderdörfer begegnen dem mit einem Hilfsprogramm, das auf die Dauer von einem Jahr ausgelegt ist.

Hilfe für traumatisierte Kinder

Das SOS-Soforthilfeprogramm wird unter anderem die medizinische Versorgung und die Ernährung von etwa 800 Kindern im Alter von bis zu 17 Jahren sichern. Rund 200 Eltern werden über die Familienhilfe betreut. Dadurch wird verhindert, dass die Familien zerbrechen und Kinder schutzlos auf der Straße landen. Zudem wird geprüft, ob für 20 Waisenkinder in den Kinderdörfern Abobo Gare und Aboisso in der Elfenbeinküste ein Platz geschaffen werden kann. Neben anderem kümmern sich die SOS-Mitarbeiter auch in Zusammenarbeit mit Organisationen vor Ort, um die Betreuung traumatisierter Kinder.

Häuser renovieren

Familien und Kindern mangelt es in Duékoué an medizinischer Versorgung, sauberem Wasser und an Essen. Die Hygienesituation und die Möglichkeiten für die Kinder eine Schule zu besuchen sind für viele mangelhaft. Einige Familien müssen in Häusern leben, die während der Kämpfe zerstört wurden. Die ausgebrannten Behausungen bieten kaum Schutz vor Sonne und Regen. Den Familien fehlt es am Nötigsten wie etwa Decken, Matten und Küchenutensilien. Die Häuser müssen dringend in Stand gesetzt werden.

Kinder im SOS-Kinderdorf
Kinder im SOS-Kinderdorf Aboisso - Foto: C. Flore Ngo Biyack
Mehr Sicherheit

Das im Westen der Elfenbeinküste gelegene Duékoué war seit dem Jahr 2002 immer wieder Schauplatz heftiger bewaffneter Auseinandersetzungen. Auch nach den Wahlen im November 2010 flammte die Gewalt in Duékoué zeitweise wieder auf. Selbst wenn die Lage nun langsam sicherer wird, bleibt die Lebenssituation für die Menschen prekär.

Erst im Februar 2011 musste das SOS-Kinderdorf Abobo Gare aufgrund bewaffneter Auseinandersetzungen in der Hauptstadt evakuiert werden. Es liegt in einem Vorort der Hauptstadt Abidjan. Kinder und Mütter wurden in das SOS-Kinderdorf Aboisso gebracht. Derzeit wird davon ausgegangen, dass sie im August 2011 in ihr Kinderdorf zurückkehren können. Voraussetzung ist, dass die Lage vor Ort sicher genug ist.

 

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