Einmal Silber, einmal Bronze

SOS-Schülerin erfolgreich bei Special Olympics

Für die SOS-Schülerin Dolly Paliwal ist ein Traum wahr geworden: Die 14-jährige Radrennfahrerin schaffte es zweimal auf das Siegertreppchen bei den Special Olympics in Los Angeles (25.7.2015 bis 2.8.2015). Durch einen schrecklichen Vorfall in ihrer Kindheit wurden ihr Gesicht und Teile ihres Oberkörpers verbrannt. Im SOS-Kinderdorf in Bhopal in Indien wird sie speziell gefördert.

Durch einen schrecklichen Vorfall erlitt Dolly (2. von Links) starke Verbrennungen. Dolly wurde zwei Jahre im Krankenhaus behandelt. Foto: SOS Indien

"Gib niemals auf", das ist das Lebensmotto der 14-jährigen Dolly Paliwal. Dieser Satz ging ihr auch während des fünf Kilometer Radrennens in Los Angeles durch den Kopf. Obwohl sie schon abgeschlagen und chancenlos auf Platz vier zurücklag, gab Dolly auf den letzten Kilometern noch einmal alles. Sie beschleunigte, trat in die Pedale und konnte schließlich nicht nur ihre indische Teamkollegin, sondern auch eine Konkurrentin aus Costa Rica auf den letzten Metern überholen. Zweiter Platz und Silbermedaille für Dolly!

 Für diesen Traum musste sie lange trainieren um zu den fast 7.000 behinderten Athleten zu gehören, die bei den Special Olympics dieses Jahr antraten. 


Fast 7.000 Athleten aus 165 Ländern nahmen an den Special Olympics in Los Angeles teil. Foto: SOS Indien

Dolly hatte keinen einfachen Start ins Leben. Nach einem schrecklichen Vorfall in frühester Kindheit musste sie wegen schwerer Verbrennungen zwei Jahre im Krankenhaus verbringen. Noch heute sieht man die starken Brandverletzungen und Narben im Gesicht. Dolly verkroch sich nie, sondern versuchte immer das Beste aus ihrer Situation zu machen. Sie ist ehrgeizig und biss sich immer durch.

Sie entdeckte früh, dass Radfahren ihre große Leidenschaft ist. Im SOS-Kinderdorf in Bhopal in Indien wird sie seit Jahren speziell gefördert. Für ihren Traum, auf den Treppchen bei den Special Olympics World Games ganz vorne dabei zu sein, trainierte sie bis zu fünf Stunden täglich. Sowohl vor der Schule als auch nach dem Unterricht bestieg Dolly das Rennrad.

Voller Trainingseinsatz für ihren Traum


Gratulation! Dolly und eine Teamkollegin bei den Special Olympics in Los Angeles. Foto: Indien

Die Belastung mit Schule und dem harten Training machten Dolly nichts aus. Sie hatte immer ihr Ziel vor dem Auge. Überhaupt in Los Angeles dabei zu sein, war für Dolly schon das Größte. "Ich bin unglaublich Stolz, Indien bei einem so großen Sportevent vertreten zu können und ich will die Menschen in Indien stolz machen", sagte Dolly vor dem Rennen.

Das dürfte ihr gelungen sein. Im 10 Kilometer Einzelzeitfahren holte sich die Radsprinterin auch noch eine Bronze-Medaille. Nachdem sie diesen Traum erreicht hatte, hat sie schon das nächste Ziel im Blick: In vier Jahren will sie bei den nächsten Special Olympics eine Goldmedaille gewinnen.

Hintergrund: 


In einigen SOS-Kinderdörfern wachsen behinderte und nichtbehinderte Kinder und Jugendliche gemeinsam auf. Daneben gibt es aber auch SOS-Einrichtungen, die speziell auf die Bedürfnisse von behinderten Kindern und Jugendlichen ausgerichtet sind. In eigenen der medizinischen SOS-Zentren bietet SOS auch Rehabilitationsmöglichkeiten für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen an.

 

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