Dagmar Wöhrl besucht SOS-Kinderdorf in Kamerun

Wöhrl lobt Bildungsansatz und Umgang mit Flüchtlingen

29.03.2016 - Dagmar G. Wöhrl (MdB), Vorsitzende des Bundestagsausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, besuchte im Februar mit dem ehemaligen Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (MdB) das SOS-Kinderdorf Douala in Kamerun, um sich ein Bild von der Lage und den Herausforderungen vor Ort zu machen.

Die SOS-Schüler freuten sich sehr über Dagmar Wöhrls Besuch und zeigten ihr begeistert die Klassenräume.

Obwohl es Kamerun wirtschaftlich gesehen im Vergleich zu den meisten anderen Ländern Afrikas relativ gut geht, ist die Schere zwischen Arm und Reich gewaltig. Etwa 40 Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Besonders von der Armut betroffen sind geflüchtete Familien: Tausende Menschen sind in den letzten Jahren und Monaten aus benachbarten Ländern wie Zentralafrika und Nigeria nach Kamerun geflohen. Zudem gibt es Binnenflüchtlinge, die von Boko Haram aus ihren Heimatdörfern vertrieben wurden und auch in Douala Schutz gefunden haben.

Betreuung von Flüchtlingskindern

Dagmar Wöhrl interessierte daher bei ihrem Besuch auch, ob und wie Flüchtlingskinder hier betreut werden. Sie erfuhr, dass einige Flüchtlingskinder dank eines Stipendiums die SOS-Hermann-Gmeiner-Schule besuchen können. Außerdem können auch sie natürlich die Gesundheitsangebote im SOS-medizinischen Zentrum nutzen.

"Den Ansatz, die ganze Familie zu stärken und auch Flüchtlinge im Dorf aufzunehmen, halte ich wegen der Strukturen vor Ort für zielführend", so Dagmar Wöhrl. Am Ende komme das auch der ganzen Umgebung des Dorfs zugute, "weil soziale Integration und Bildung für Kamerun einen wichtigen entwicklungspolitischen Faktor darstellen."

Bildung schon für die Kleinsten

Auch Bildung ist Frau Wöhrl ein ganz besonderes Anliegen. Die Kinder aus dem Kinderdorf in Douala besuchen den SOS-Kindergarten zusammen mit den Kindern aus der Nachbarschaft und später die SOS-Hermann-Gmeiner-Grundschule, in der etwa 210 Schüler und Schülerinnen aus dem Kinderdorf und der Gemeinde unterrichtet werden. Dadurch sind die SOS-Kinder bereits in jungen Jahren gut in ihre Umgebung integriert.

Die Politikerin überzeugte dieses Konzept: "Es ist ganz wichtig, die Kinder vom Kindergarten an über die Schule nahtlos in einem integrierten Gesamtansatz zu betreuen. Nur so können durchgehende Erfolge und gute Zukunftsperspektiven für die Kinder geschaffen werden."