Klima und Umwelt

Klimaschutz und Kinderschutz gehen Hand in Hand

Der Klimawandel – oder besser gesagt die Klimakrise – ist in aller Munde. Was genau bedeutet es eigentlich, wenn das Klima sich verändert? Und was hat das alles mit den SOS-Kinderdörfern zu tun?

Verdorrte Felder, ausgedehnte Waldbrände, Hitze und Trockenheit wie im Sommer 2018 – auch bei uns werden die Folgen des Klimawandels spürbarer. Doch in anderen Regionen der Erde sind diese Folgen wesentlich ausgeprägter: Stürme verwüsten ganze Inseln in der Karibik, extreme Regenfälle setzen Bangladesch unter Wasser und in Sambia vernichten andauernde Dürren die Ernte. 

Durch den Klimawandel werden auch Stürme stärker, sie zerstören die Häuser der Menschen und zwingen sie zur Flucht. In Mosambik läuft Luisa über das, was von ihrem Haus übrig ist, nachdem es von Zyklon Idai komplett zerstört wurde. Foto: Cornel van Heerden

Tausende Familien sind gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, da die Armut durch den Klimawandel drastisch steigt und sie sich anderswo bessere Lebensumstände erhoffen. Und diese Zahl wird dramatisch wachsen: Eine aktuelle Studie der Weltbank spricht von 140 Millionen Klimamigranten im Jahre 2050, die allermeisten bleiben in ihrem eigenen Land, nachdem sie ihre Heimatregionen verlassen haben. 

 

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Der Klimawandel bedroht die Ärmsten weltweit – besonders Kinder

Hier liegt die Verbindung zwischen der Klimakrise und der Arbeit der SOS-Kinderdörfer: Von den Folgen der globalen Erderwärmung sind ganz besonders Menschen bedroht, die oftmals schon heute am Existenzminimum leben. Landwirt:innen, Menschen, die vom Fischfang leben, Nomadenfamilien müssen wegen der klimatischen Veränderungen fliehen – in die Städte. Sie werden zu Klimamigranten, die in den Armenvierteln der Großstädte oft noch tiefer in die Armut rutschen. Besonders die Kinder dieser Familien sind die Leidtragenden der Klimakrise. Damit sie in Sicherheit aufwachsen können, unterstützen wir Familien in besonders vom Klimawandel betroffenen Regionen und setzen uns dafür ein, die Lebensgrundlagen zu erhalten – damit sie nicht fliehen müssen.

Damit Kinder in Sicherheit aufwachsen können, unterstützen wir Familien in besonders vom Klimawandel betroffenen Regionen und setzen uns dafür ein, die Lebensgrundlagen zu erhalten – damit sie nicht fliehen müssen.

Das Modell: Umweltschutz und Armutsbekämpfung vereinen

Die SOS-Kinderdörfer schützen weltweit Kinder. Das heißt in den meisten Fällen: die Armut der Eltern bekämpfen. Armut kann unterschiedliche Gründe haben – unter anderem den Klimawandel. Für diejenigen, denen der Klimawandel die Lebensgrundlagen entzieht, müssen wir Lösungen finden. Unsere Projekte sind ganzheitlich gedacht: Wir unterstützen Familien dabei, sich gegen die Folgen des Klimawandels zu wappnen, indem wir gemeinsam mit ihnen daran arbeiten, die Bodenfruchtbarkeit zu erhöhen, wassersparende Bewässerungstechniken installieren oder dürreresistentes Saatgut zur Verfügung stellen.

Wir bilden Jugendliche und Familien aus, damit sie sich besser an die Klimaveränderungen – wie die Dürre in Äthiopien – anpassen können. Foto: Alea Horst

Die Kinder erhalten Umweltbildung, wir bilden Jugendliche und Erwachsene in nachhaltigen Berufen aus, um ihre Jobperspektiven zu erweitern und die SOS-Kinderdörfer umwelt- und klimafreundlich umzugestalten. Klimaschutz betreiben zu können, ist eine sehr privilegierte Situation. Wer vor der Wahl steht, die eigenen Kinder ernähren zu können oder das Klima zu schützen, entscheidet sich wohl meist für Ersteres. Deshalb ist es so wichtig, den Menschen neben Wissen über die Klimakrise auch Alternativen zu klimaschädlichen Lebensweisen zu bieten.

Mit CO2-neutralen Öfen und Frauenstärkung gegen Entwaldung

Um in Uganda der Entwaldung entgegenzuwirken, schulen wir zusammen mit den Gemeinden vor Ort Fraueninitiativen darin, energiesparende Öfen zu bauen und Pellets aus Biomasse – also aus Laub und Ästen – herzustellen. In Uganda ist Kochen mit Holz weit verbreitet – das Brennmaterial schlagen die Menschen in den Wäldern. Durch die Pellets aus Biomasse wirken wir der Entwaldung entgegen, die Öfen sind eine CO2-neutrale Lösung zum Kochen. Die Frauen erwirtschaften sich ein Einkommen durch den Verkauf der Öfen und Pellets. Zusätzlich werden durch die raucharmen Öfen Gesundheitsschäden verringert.

Hydroponics: Vertikale Gärten sorgen für Lebensmittelsicherheit

In vertikal aufgestellten Rohren können die Pflanzen mit wenig Wasser gut wachsen. Foto: SOS-Kinderdörfer weltweit

In Sambia sind viele Familien auf dem Land arm. Mangelernährung ist ein häufiges Problem. Die Dürren der vergangenen Jahre haben den Hunger verschärft. Deshalb unterstützen die SOS-Kinderdörfer Kleinbauern dabei, nachhaltige und wassersparende Anbaumethoden zu entwickeln: Statt auf dem Feld werden die Pflanzen in vertikalen Plastikrohren angebaut und ein geschlossener Wasserkreislauf wird installiert. Diese sogenannte Hydroponik ist wesentlich wassersparender als traditioneller Ackerbau. Außerdem sind die Familien durch diese Anbaumethode unabhängig von Dürrephasen oder Starkregenfällen, ebenso wie Pestiziden. Egal, ob im Slum oder auf dem Land, macht diese Anbauweise die Menschen unabhängig von den Regenzeiten und behebt gleichzeitig das Problem der Mangelernährung. Besonders Jugendliche wollen wir in dieser Anbaumethode schulen: So erlangen sie viel neues Wissen, und können mit “grünen” Jobs ihren Lebensunterhalt verdienen.

Kindern eine sichere Zukunft bieten

Mit Projekten wie diesen tragen die SOS-Kinderdörfer aktiv dazu bei, Kindern weltweit eine gute Lebensgrundlage zu sichern. Denn nur auf einem gesunden Planeten können Kinder und Jugendliche sicher aufwachsen. Wir alle müssen uns auf eine Welt mit verändertem Klima vorbereiten. Doch damit leben – das müssen vor allem die kommenden Generationen.

 

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Klimakrise: Zitate aus der Welt der SOS-Kinderdörfer

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