Preisträgerfilm 2017

 

Die SOS-Kinderdörfer weltweit verleihen den SOS-Dokumentarfilmpreis an Anna Zamecka für ihren Film Kommunion (Komunia). Foto: Peripher Filmverleih

Über die Regisseurin:

Anna Zamecka lebt und arbeitet in Warschau (Polen). Sie studierte sowohl in der polnischen Hauptstadt als auch in Kopenhagen Journalismus, Anthropologie und Fotografie und schloss das Dok Pro Documentary Programme an der Wajda School ab. Mit Komunia (Kommunion, 2016) gab sie ihr Langfilmdebüt.

Inhalt des Films:

Filmszene aus dem Film Kommunion von Anna Zamecka. Foto: Peripher Filmverleih
Die 14-jährige Ola kümmert sich um ihren jüngeren autistischen Bruder Nikodem, der bald zum ersten Mal die heilige Kommunion empfangen soll. Bedingung für Letzteres ist allerdings, dass er die mündliche Prüfung besteht, deshalb lernt Ola mit ihm all das, was ein Katholik über seinen Glauben wissen sollte, und malt in den
schwärzesten Farben aus, was passieren könnte, wenn er durchfällt. Mit Hilfe von Bananenscheiben wird schließlich auch geübt, wie man die Hostie richtig entgegen nimmt. Daneben kümmert sich Ola
um den Haushalt und darum, dass der Vater, den es immer wieder in die Kneipe zieht, bald wieder zu Hause ist. Zur Mutter besteht nur telefonisch Kontakt, bei jedem Gespräch mit ihr versucht Ola sie zu
überreden, zur Kommunionfeier von Nikodem zu kommen – mit dem Hintergedanken, dass sich die Familie dabei ja auch wieder vereinen und die Mutter dann zurück zu ihnen ziehen könnte. Im Direct Cinema-Stil gedreht, beschränkt sich KOMMUNION ganz darauf, den Lebensalltag von Ola und Nikodem zu dokumentieren.
Dabei entfaltet sich das wechselvolle und intensive Verhältnis zwischen den beiden sich selbst überlassenen Jugendlichen.