Ebola: SOS kämpft gegen den Virus

11.08.2014 - Die SOS-Kinderdörfer kämpfen mit allen verfügbaren Mitteln, um Kinder und Familien vor dem Ebola-Virus zu schützen. In den SOS-Dörfern sind dank umfassender Hygienemaßnahmen keine Ebola-Fälle aufgetreten. SOS-Schulen und Kindergärten bleiben geschlossen.
Laut der Weltgesundheitsbehörde WHO starben in Liberia, Sierra Leone, Nigeria und Guinea bereits fast 1000 Menschen durch den Ebola-Virus. In allen vier Ländern gibt es bislang keine Infektionen unter den SOS-Kindern, Kinderdorf-Müttern und -Mitarbeitern. Die SOS-Kinderdörfer leisten vor Ort verstärkt Aufklärung und führen präventive Massnahmen durch, um die Verbreitung des Virus zu verhindern. An allen Standorten, an denen die SOS-Kinderdörfer aktiv sind, wurden die Sicherheitsvorkehrungen und Hygienemaßnahmen intensiv verstärkt.

Liberia

Nach Schließung aller Schulen und anderen Maßnahmen hat Liberias Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf den nationalen Notstand ausgerufen und vorerst auf 90 Tage festgesetzt. George Kordahi, Leiter der SOS-Kinderdörfer in Liberia über die aktuelle Lage: "Die Situation ist sehr beunruhigend, wir versuchen aber in unseren Kinderdörfern und SOS-Programmen unnötige Panik zu vermeiden und unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen unsere Arbeit fortzuführen." So ist z.B. der regelmäßige Kontakt zu Familien in der Gemeinde, die durch die SOS-Familienhilfe unterstützt werden, aus Sicherheitsgründen stark eingeschränkt.

24 Stunden-Betrieb in der SOS-Klinik in Monrovia


Die SOS-Klinik in Monrovia ist derzeit 24 Stunden am Tag geöffnet. Foto: Christian Lesske
Die SOS-Klinik im liberianischen Monrovia ist weiter geöffnet und behandelt Patienten. George Kordahi: "Wir sind die einzige größere Gesundheitseinrichtung in Monrovia mit 24 Stundenbetrieb. Das bedeutet für unser Team höchste Arbeitsbelastung. Sehr kritische Fälle müssen daher auch wir an die offiziellen Ebola-Kontrollzentren weitergeben." Weitere Kliniken haben ihren Betrieb ebenfalls wieder aufgenommen, die medizinische Versorgung bleibt aber prekär.

Sierra Leone

Emmanuel Olatungie, Leiter der SOS-Kinderdörfer in Sierra Leone, berichtet ebenfalls von einer sehr ernsten, angespannten Lage. Wie in Liberia gelten für die SOS-Kinderdörfer in Freetwon, Makeni und Bo strenge Sicherheits- und Vorsichtsmaßnahmen. Alle Kinder und Jugendlichen müssen im Dorf bleiben und können nicht, wie sonst üblich, in den Ferien ihre Angehörigen besuchen. Chlortabletten, Handschuhe etc. wurden verteilt. Auch in Sierra Leone sind alle SOS-Kindergärten und Hermann-Gmeiner-Schulen geschlossen.
Olatungie betont, dass auch die SOS-Kinderdörfer in Sierra Leone im Kampf gegen Ebola und im Einsatz für die Gesundheit der Kinder, Mütter und Mitarbeiter Hilfe brauchen und bekräftigt den Appell der Regierung um finanzielle und materielle Unterstützung.

Nigeria

In Nigeria, wo es ebenfalls erste Ebola Fälle gab, bereiten sich die SOS-Kinderdörfer ebenfalls auf eine mögliche Ausbreitung der Epidemie vor und bereiten entsprechende Sicherheitsvorkehrungen vor.

Die SOS-Kinderdörfer im Krisengebiet brauchen Ihre Hilfe!

Um die Kinder, Mütter und Mitarbeiter in den SOS-Einrichtungen zu schützen, brauchen die SOS-Kinderdörfer im Krisengebiet zusätzliche finanzielle Mittel für den Kauf von medizinischen Hilfsmitteln wie Chlor-Tabletten, Schutzhandschuhe, Antiseptische Lösungen und Seifen, mobile Handwaschstationen, Atemschutzmasken, Schutzanzüge oder Desinfektionsgeräte.

Helfen Sie Kindern in Not!

Schenken Sie Not leidenden Kindern eine Zukunft: Unterstützen Sie die Arbeit der SOS-Kinderdörfer in Afrika - helfen Sie mit Ihrer Spende oder Patenschaft!

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