Ebola: SOS-Mutter stirbt in Liberia

SOS-Klinik arbeitet weiter auf Hochtouren

05.09.2014 - Trauer in den SOS-Kinderdörfern in Liberia: Der Ebola-Virus hat das erste Todesopfer unter unseren Mitarbeitern gefordert. SOS-Mutter Pannah Saywrayne des Kinderdorfes Juah Town hatte sich bei einem Besuch ihrer erwachsenen leiblichen Tochter in Liberias Hauptstadt Monrovia mit dem tödlichen Erreger infiziert und starb kurze Zeit später an den Folgen der Krankheit.

"Es war ein Schock": Kinder und Mitarbeiter der SOS-Kinderdörfer in Liberia trauern um Mama Pannah

"Es war ein Schock für uns", sagte George Kordahi, SOS-Leiter in Liberia. Mama Pannah ist die erste SOS-Mitarbeiterin in allen betroffenen Ländern, die infiziert wurde. Die SOS-Kinderdörfer beschäftigen in Liberia rund 250 Mitarbeiter, darunter allein 70 in einer SOS-Klinik, eines der größten Krankenhäuser in der liberianischen Hauptstadt.

"Unsere Kinder sind sicher"

"Die Kinderdörfer in Liberia sind hermetisch abgeriegelt", erklärte Kordahi. "Da Pannah Saywrayne nach dem Besuch nicht in das Kinderdorf Juah Town zurückkehrte, können wir eine Ansteckung unserer Kinder ausschließen", versicherte Kordahi. Die Sicherheits- und Schutzmaßnahmen wurden in den Kinderdörfern in Monrovia und Juah Town trotzdem verstärkt. Ein Team der SOS-Klinik desinfizierte die Wohnhäuser.

Die SOS-Kinder dürfen seit Ausbruch der Seuche nur noch auf dem Kinderdorf-Gelände spielen. "Sie haben sich so auf den Schulbeginn gefreut, um ihre Freunde wieder zu treffen. Stattdessen blicken sie einer unbestimmten Zeit entgegen, in der sie das SOS-Kinderdorf nicht verlassen dürfen", berichtete Kordahi. In Liberia wurden die SOS-Schulen und -Kindergärten bereits vor Wochen auf Veranlassung der Regierung geschlossen, um Infektionswege zu verringern und die Kinder bestmöglich zu schützen.

Unterdessen läuft der Betrieb der SOS-Klinik in Monrovia auf Hochtouren. Viele öffentliche Krankenhäuser mussten schließen, weil Ärzte und Personal sich mit dem Virus infizierten oder aus Angst vor Ansteckung flohen. Entsprechend groß ist der Andrang an der SOS-Klinik, die weiter geöffnet bleibt. Ärzte und Pfleger tragen dort Ganzkörperanzüge, um sich zu schützen. "Unsere Klinik nimmt Patienten rund um die Uhr auf und unsere Mitarbeiter arbeiten bis zur Erschöpfung", beschreibt Kordahi die Lage.

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