Schweres Nachbeben erschüttert Nepal

Dutzende Tote, noch mehr Familien obdachlos

12.05.2015 - Wieder hat ein schweres Erdbeben Nepal erschüttert. Das gewaltige Nachbeben der Stärke 7,2 forderte Dutzende Tote und verschärft die Not nach dem verheerenden Beben vor 17 Tagen. Das ganze Ausmaß der erneuten Katastrophe lässt sich derzeit noch nicht absehen. Kinder, Mütter und Mitarbeiter in den nepalesischen SOS-Kinderdörfern blieben nach ersten Berichten jedoch verschont.

Überblick: SOS-Nothilfe nach dem Erdbeben in Nepal


Gewaltiges Nachbeben: Erdstöße der Stärke 7,2 ließen erneut Gebäude zusammenbrechen.

Das Zentrum des Nachbebens befand sich 76 km nordöstlich von Kathmandu bei der Stadt Kodari (Sindhupalchowk District). Weitere starke Nachbeben folgten. In den Bergregionen gingen Erdrutsche nieder. Weitere Menschen kamen bei dem neuerlichen Einsturz von Gebäuden ums Leben. Bislang wurden mindestens 40 Tote geborgen, teilte das nepalesische Innenministerium mit. Mehr als 1100 Menschen sind demnach verletzt worden.

Laut ersten Angaben des nepalesischen Direktors der SOS-Kinderdörfer, Shankar Pradhananga, sind Mitarbeiter und Kinder wohlauf, hielten sich aber aus Angst vor weiteren Nachbeben im Freien auf, so der Kinderdorf-Chef. "Die Menschen sind in Panik", berichtet Shankar Pradhananga. "Viele Kinder sind traumatisiert. Die Bilder der vergangenen Wochen kommen wieder hoch. Sie haben Angst, verharren im Freien."

In den Flüchtlingscamps der Region führen die Hilfskräfte die Arbeit fort. Weitere Menschen strömen nun auf der Suche nach einem sicheren Unterschlupf in die Camps.

SOS-Kinderdörfer melden geringe Schäden

Im SOS-Kinderdorf Bharatpur, das rund 90 Kilometer Luftlinie südwestlich von Kathmandu liegt, kam es an einigen Häusern zu geringen Schäden wie Rissen im Mauerwerk. Mit einer SOS-Schule und Programmen der SOS-Familienhilfe unterstützte SOS in Bharatpur bereits vor dem Beben rund 1.500 Kinder und Jugendliche. Seit dem schweren Erdbeben vom 25. April versorgt und betreut SOS auch hier zusätzlich Kinder und Familien aus den Flüchtlingscamps.

SOS-Kinderdörfer in Nepal leisten weiter Nothilfe

In ganz Nepal helfen seit dem Beben die SOS-Kinderdörfer täglich mehreren hundert Kindern und Familien in 17 Nothilfe-Einrichtungen in den am schwersten betroffenen Gebieten. SOS ist seit den 70er Jahren mit zehn Kinderdörfern vor Ort aktiv.

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