Kinder und Aids

Zahlen & Fakten: HIV/Aids zerstört die Zukunft von Millionen Kindern

HIV/Aids zerstört die Zukunft unzähliger Kinder. Vor allem in Afrika hat die Krankheit Millionen Mädchen und Jungen die Eltern genommen. Die Fakten sind erschütternd. Doch es gibt auch Fortschritte im Kampf gegen die Aids-Pandemie.
  • Aids-Waisen
    In Afrika macht die Aids-Epidemie Millionen Kinder zu Waisen - Foto: Bertil Strandell
    Aids-Waisen: 17,8 Millionen Kinder weltweit haben aufgrund von HIV/Aids die Mutter, den Vater oder beide Elternteile verloren.
  • Rund 15 Millionen Aids-Waisen leben allein in Afrika südlich der Sahara. Aber auch in Asien und Osteuropa nimmt Aids immer mehr Kindern die Eltern.
  • Schätzungsweise 2,9 Millionen Kinder sind HIV-infiziert, neun von zehn dieser Kinder leben in Afrika südlich der Sahara.
  • Allein 2012 haben sich rund 260.000 Mädchen und Jungen (unter 15 Jahren) mit dem Tod bringenden HI-Virus neu angesteckt. Damit ist die Zahl der Neuinfektionen gegenüber den Vorjahren weiter gesunken - eine Entwicklung, die Hoffnung macht.
  • Die meisten Kinder infizieren sich durch Mutter-Kind-Übertragung mit HIV, also während der Schwangerschaft, der Geburt oder beim Stillen. Das Risiko der Mutter-Kind-Übertragung von HIV/Aids kann durch Medikamente und durch Verzicht bzw. Einschränkungen beim Stillen drastisch verringert werden. Bei der Behandlung von werdenden Müttern waren zuletzt deutliche Fortschritte zu verzeichnen: Weltweit wurden 2012 fast zwei Drittel der HIV positiven Schwangeren mit antiretroviraler Prophylaxe bzw. Medikamenten versorgt. 670.000 Mädchen und Jungen konnten so im Zeitraum 2009 bis 2012 vor einer Ansteckung bewahrt werden.
  • Alarmierend ist der Anstieg der Neuinfektionen unter Jugendlichen: Zwei von fünf Menschen, die sich neuinfizieren, sind 15 bis 24 Jahre alt. 2012 haben sich Insgesamt 2,3 Millionen Menschen mit HIV neu angesteckt.
  • Auch die Zahl junger Aids-Toten ist deutlich gestiegen: Im Jahr 2005 starben in ärmeren Ländern 71.000 Jugendliche, 2012 waren es 110.000.
  • Junge Frauen sind besonders gefährdet: Rund zwei Drittel aller jungen Erwachsenen, die mit HIV leben, sind Frauen. Im südlichen Afrika ist das Risiko einer HIV-Infektion für Mädchen und junge Frauen (14 bis 25 Jahre) mehr als doppelt so hoch wie für ihre männlichen Altersgenossen.
  • In Entwicklungs- und Schwellenländern erhielten 2012 insgesamt 630 000 Kinder eine antiretrovirale Therapie. Das sind zwar gut 64.000 mehr als im Vorjahr. Doch nach wie vor werden Kinder deutlich seltener behandelt als Erwachsene.
  • Ohne Behandlung stirbt jedes dritte mit HIV infizierte Kind vor seinem ersten Geburtstag, jedes zweite erlebt seinen zweiten Geburtstag nicht.
(Quellen: UNAIDS, UNICEF, WHO)
Die SOS-Kinderdörfer stehen von HIV/Aids betroffenen Familien bei: eine Großmutter mit ihren verwaisten Enkelkindern in Südafrik
Die SOS-Kinderdörfer stehen von HIV/Aids betroffenen Familien bei: eine Großmutter mit ihren verwaisten Enkelkindern in Südafrika

Hilfe für Aids-Waisen, Witwen und Geschwisterfamilien

Die SOS-Kinderdörfer geben von HIV/Aids betroffenen Kindern und Familien eine Perspektive.

Ein Beispiel, wie Sie mit Ihrer Spende Aids-Waisen in Südafrika helfen können:

70 Euro benötigen die SOS-Kinderdörfer, um drei Aids-Waisen zu unterstützen, die nach dem Tod der Eltern von der Großmutter versorgt werden. Die Familie erhält Schulgeld und Lebensmittel.

Hier erfahren Sie mehr, wie die SOS-Kinderdörfer Aids-Waisen und von HIV/Aids betroffenen Familien helfen.

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