Zentralafrikanische Republik

Wie die SOS-Kinderdörfer in der Zentralafrikanischen Republik helfen

Die Zentralafrikanische Republik zählt zu den ärmsten Ländern in Afrika. Zehntausende hilfsbedürftiger Kinder haben keinen Zugang zur Grundversorgung. Viele von ihnen sind durch AIDS oder den Bürgerkrieg zu Waisen geworden. SOS-Kinderdorf bietet Kindern in der Zentralafrikanischen Republik an zwei Standorten Schutz und Unterstützung.

Kinder aus dem SOS-Kinderdorf in Bangui. (Foto: SOS archives)

In der Zentralafrikanischen Republik machen Kinder einen großen Teil der Bevölkerung aus; fast die Hälfte aller Zentralafrikaner ist jünger als 14 Jahre. 370 000 dieser Kinder sind Waisen und wachsen entweder ganz ohne elterliche Fürsorge oder mit nur einem Elternteil auf. Die langen Jahre des bewaffneten Konflikts haben die Kinder in der Zentralafrikanischen Republik tief in Mitleidenschaft gezogen. Tausende Kinder haben ihre Eltern im Bürgerkrieg verloren, wurden als Kindersoldaten rekrutiert oder durch das Ausmaß der Gewalttaten traumatisiert, denen sie ausgesetzt waren.

Die Rekrutierung von Kindersoldaten durch bewaffnete Gruppen ist in der Zentralafrikanischen Republik nach wie vor ein weit verbreitetes Phänomen. In einigen besonders krisengeschüttelten Regionen können nur 14 Prozent der Kinder eine Schule besuchen. Die Einschulungsraten sind landesweit nach wie vor alarmierend niedrig. Nur 62 Prozent der Jungen und 41 Prozent der Mädchen werden überhaupt eingeschult. Lediglich 22 Prozent aller zentralafrikanischen Kinder beenden die Grundschule.

Im Jahr 2009 wurden ca. 200 Kinder, die für die Volksarmee zur Wiederherstellung der Republik und der Demokratie (APRD) gekämpft hatten, befreit und konnten zu ihren Familien zurückkehren. Dennoch werden nach wie vor viele Kinder entführt und zwangsrekrutiert, um für die bewaffneten Gruppen zu kämpfen oder andere Arbeiten auszuführen. Wie auch in vielen anderen afrikanischen Nationen ist die Mutter-Kind-Übertragung von HIV/AIDS ein großes Problem der öffentlichen Gesundheit - schätzungsweise 11 000 Frauen, die mit HIV infiziert sind, benötigen antiretrovirale Medikamente, um eine Ansteckung des Fötus zu verhindern.

Neben HIV/AIDS ist die Malaria nach wie vor eine der häufigsten Todesursachen für die Kinder der zentralafrikanischen Republik. Obwohl die Regierung in jüngster Zeit ihre Anstrengungen verstärkt hat, um Familien vor einer Ansteckung zu schützen, ist die Situation immer noch besorgniserregend. Auch der Mangel an Nahrungsmitteln muss bekämpft werden. Landesweit sind fast vier von zehn Kindern kleinwüchsig. In einigen Regionen leiden bis zu zehn Prozent aller Kinder an akuter Unterernährung. Die Säuglingssterblichkeitsrate ist mit 112 pro 1000 Lebendgeburten nach wie vor extrem hoch. Bedauerlicherweise ist sie seit den frühen 90er Jahren auch nicht gesunken. Darüber hinaus werden nur fünf von zehn Geburten von medizinischem Fachpersonal betreut.

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