Venezuela

Wie die SOS-Kinderdörfer in Venezuela helfen

SOS-Kinderdorf begann 1978 in der Region Maracaibo mit der Unterstützung gefährdeter Kinder in Venezuela. Seitdem haben wir unsere Aktivitäten im Land verstärkt und sind derzeit an vier Standorten tätig.


Die Regierung Chávez hat Veränderungen herbeigeführt, um das Leben gefährdeter Familien zu verbessern


In letzter Zeit hat sich die Lage allerdings gewandelt und Venezuela erlebt eine Zeit großer Unsicherheit. Da der Ölpreis drastisch gesunken ist, hat die Regierung weniger in Sozialprogramme investiert. Dies hatte für viele Familien ernsthafte Konsequenzen.

Immer mehr Familien kämpfen darum, um ihre Kinder ernähren und Grundgüter kaufen zu können. Die Preise steigen ständig an. Venezuela hat eine der höchsten Inflationsraten Südamerikas. Sie lag bei 67 % im Jahr 2014. Dazu kommt, dass viele Grundgüter knapp sind. Wenn sie verfügbar sind, so müssen sich die Menschen stundenlang anstellen um Nahrung, Windeln, Seife, Toilettenpapier und andere notwendige Güter kaufen zu können.

Die Zahl der Menschen, die in Armut leben ist 2013 angestiegen und hat 2014 27 % erreicht. Proteste gegen die Regierung endeten 2014 mit mehr als 40 Toten und der Verhaftung von Tausenden von Menschen.

Viele Medikamente sind beispielsweise knapp, sogar in Krankenhäusern. Tausende Patienten erhalten nicht die notwendige medizinische Betreuung und dies bedeutet, dass ihr Leben in Gefahr ist.

Venezuela ist ein extrem gefährliches Land. Es hat  weltweit eine der höchsten Raten jener Menschen, die gewaltsam zu Tode kommen. Rund 24.000 Menschen wurden 2013 ermordet. Die Gewalt ist in allen Städten hoch, Caracas ist besonders unsicher.

Kindere und junge Menschen sind gefährdet  

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