Jugendarbeitslosigkeit kennt keine Grenzen

Ein Problem, das alle angeht

06.07.2018 - Die weltweite Zahl von ca. 71 Millionen Jugendlichen, die auf Arbeitssuche sind, ist alarmierend. Die globale Tendenz: stark steigend. Deshalb sind die SOS-Kinderdörfer mehr denn je durch unterschiedlichste Projekte und Maßnahmen darum bemüht, Jugendlichen die besten Startbedingungen in ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.
Jugendliche in Brasilien
Die Herausforderungen des Arbeitsmarktes sind für Jugendliche ohne elterliche Fürsorge besonders hoch. Foto: Danielle Pereira

Globale Jugendarbeitslosigkeit ist die Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Vielen Jugendlichen weltweit bleibt der Zugang zum Arbeitsmarkt gänzlich verwehrt, oder die geringen Löhne reichen zum Leben einfach nicht aus.

  • 71 Mio. Jugendliche im Alter zwischen 15 und 24 Jahren sind auf Arbeitssuche
  • 1 von 5 Jugenlichen besucht keine Schule, befindet sich in keiner Ausbildung oder hat keine Arbeit
  • 35% der Arbeitslosen weltweit sind junge Menschen

Die Folgen dieser Perspektivlosigkeit sind Resignation, Verzweiflung und ein gemindertes Selbstbewusstsein. Oftmals beginnt für Jugendliche damit eine Abwärtsspirale, aus der sie nicht mehr herausfinden. Deshalb ist es wichtiger denn je, Jugendliche weltweit entsprechend ihrer individuellen Talente zu fördern und fit für den Arbeitsmarkt zu machen. Nur so können sie ihre eigene Zukunft und die ihrer Gesellschaft aktiv mitgestalten.

Mit Herz und Hand in den Erfolg begleiten - Unterstützung von Anfang an

Nur wer als Jugendlicher Zugang zu Ausbildung und Netzwerken hat, schafft den Sprung ins Arbeitsleben. Normalerweise fungieren Eltern als Mentoren auf dem Weg ins Berufsleben. Die Jugendlichen in unseren Kinderdörfern brauchen deshalb besonders viel Unterstützung!

Bei dem Projekt "Go Teach" in Zusammenarbeit mit Deutsche Post DHL in Thailand erweitern Jugendliche mit viel Spaß ihre Kompetenzen.

Daher will SOS Jugendliche mit noch mehr "Power" ausstatten und verstärkt auch deren berufliche Fähigkeiten fördern:

  • SOS-Jugendförderprogramme: Jugendliche erhalten Trainings, Berufsberatung und Möglichkeiten zum Networking mit Partnern aus der Wirtschaft.
  • SOS-Ausbildungsprojekte: In SOS-Ausbildungszentren oder Schulen lokaler Bildungsträger bilden wir Jugendliche passend zu ihren Interessen, Talenten und dem Bedarf am heimischen Arbeitsmarkt aus.

Unser ganz großes Ziel für die Zukunft: Jugendliche weltweit in Beschäftigung bringen

Gemeinsam mit starken Partnern schaffen benachteiligte Jugendliche den Sprung ins Berufsleben.

Der Anteil Jugendlicher in den SOS-Programmen steigt derzeit stark an. Rund 70% von ihnen finden nach dem Ausscheiden aus den SOS-Kinderdörfern aktuell einen Job oder machen sichtbare Fortschritte bei ihrer Ausbildung. Unser Ziel ist es jedoch, diese Zahl bis 2030 auf 90% zu steigern. Mit Unterstützung und Partnerschaften von Unternehmen können die SOS-Kinderdörfer dafür Sorge tragen, dass junge Menschen mit schlechten Startbedingungen erheblich bessere Chancen auf ein glückliches und erfolgreiches Leben haben.
Unser Ziel: eine gerechtere Welt zu schaffen, in der Jugendarbeitslosigkeit keinen Platz mehr hat!