30. August 2026 |  NEWS

Indien: Immer mehr Kinder auf dem Land haben Zugang zu sauberem Wasser

Good News der SOS-Kinderdörfer

Es gibt sie: die guten Nachrichten, die positiven Veränderungen und Aufwärtstrends für Kinder und Familien. In einer Welt, die oft reflexartig auf das Negative schaut, berichten die SOS-Kinderdörfer in den Good News über das, was uns aufrichtet.

Immer mehr Kinder in den ländlichen Gebieten Indiens haben Zugang zu frischem Trinkwasser. Möglich wird das durch die steigende Zahl von Wasseranschlüssen in privaten Haushalten. Vor sieben Jahren hat das indische Ministerium für Wasserressourcen ein Projekt zur besseren Wasserversorgung von ländlichen Haushalten gestartet. Damals hatten nur knapp 17 Prozent einen Wasseranschluss, heute sind es über 80 Prozent. Das entspricht 193 Millionen Haushalten. Der Zugang zu sauberem Trinkwasser senkt für Kinder das Risiko, Infektionen und Magen-Darm-Krankheiten zu erleiden. 

In den ländlichen Gebieten Indiens dürfte für immer mehr Mädchen die anstrengende Pflicht des Wasserholens wegfallen. Foto: © Jakob Fuhr

In Indien leben laut Schätzungen etwa 330 Millionen Kinder und Jugendliche in ländlichen Gebieten. Sie haben im Vergleich zu Kindern in den Städten deutlich weniger Zugang zu Gesundheitsdiensten und sind deshalb im Krankheitsfall oft unzureichend versorgt. Magen-Darm-Erkrankungen und Infektionen aufgrund verunreinigten Trinkwassers und mangelnder Hygiene sind bei indischen Kindern weit verbreitet, viele sterben daran.

Speziell den Mädchen ermöglichen die Trinkwasseranschlüsse darüber hinaus notwendige Hygienemaßnahmen während ihrer Menstruation zu ergreifen. Auch bedeutet dies eine körperliche und zeitliche Entlastung für sie, weil sie nicht mehr Wasser von weit entfernten Quellen holen müssen. In Indien sind Mädchen traditionell, meist ab dem zehnten Lebensjahr, für das Wasserholen zuständig. Das tägliche Schleppen schwerer Kanister führt zu Haltungsschäden und kann ihr Wachstum hemmen. Zudem sind viele Mädchen auf dem Weg zu entlegenen Wasserstellen sexueller Gewalt ausgesetzt. Das heißt, aufgrund der besseren Wasserversorgung sinkt auch die Gefahr von Übergriffen.

 

 

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