Bildung macht stark: Jamals Weg zum Erfolg
Jamal wuchs in Bangladesch unter schwierigen Bedingungen auf – doch Bildung gab ihm die Kraft, seine Zukunft selbst zu gestalten. Mit der Unterstützung der SOS-Kinderdörfer fand seine Familie neue Perspektiven. Heute ist Jamal Diplomingenieur und Grafikdesigner und inspiriert junge Menschen, an sich zu glauben.
Jamal lebt mit seiner Mutter Kajjori, seinem Vater, zwei Schwestern und zwei Brüdern in Rajshahi im Nordwesten Bangladeschs. Früher kämpfte die Familie gegen Armut. Kinderehen und Arbeitslosigkeit sind in seiner Gemeinde weit verbreitet. Sein Vater arbeitete als Maurer in Indien, doch das Einkommen reichte kaum aus. Jamals Mutter konnte sich keine Schuluniformen und regelmäßige Mahlzeiten leisten – für Jamal und seine Geschwister drohte der Schulabbruch.
Bildung öffnet Türen
In der achten Klasse verändert sich Jamals Leben. Die SOS-Kinderdörfer werden in seiner Gemeinde aktiv und unterstützen die Familie: tägliche Mahlzeiten, Schulmaterialien und Bücher geben Jamal und seinen Geschwistern Halt. Kajjori erhält eine Kuh, eine Ziege und eine Nähmaschine – sie lernt nähen und erwirtschaftet eigenes Geld. Die Kinder können weiterhin zur Schule gehen. Zum ersten Mal wird eine bessere Zukunft greifbar.
„Mein Traum war immer, dass meine Kinder gut lernen, damit sie später gute Jobs bekommen”
Vom Schüler zum Designer – Jamals Weg
Mit Fleiß und Unterstützung meistert Jamal die Schule, studiert Mechatronik und wird Diplom-Ingenieur. Nebenbei entdeckt er seine Leidenschaft für Grafikdesign und arbeitet erfolgreich als Freelancer. Heute gestaltet er professionell Logos, Markenauftritte und T-Shirts – zur Freude seiner Mutter: „Wenn ich sehe, wie viel Spaß es ihm bereitet, macht mich das glücklich und stolz.”
"Nur geboren zu werden, zu essen und irgendwann die Welt wieder zu verlassen, genügt nicht. Alle Kinder kommen unschuldig auf die Welt. Wenn wir sie fördern, werden sie ein schönes Leben haben – und sie können selbst zum Wohl der Gemeinschaft beitragen."
Im Rahmen des Bildungs- und Jugendprogramms der SOS-Kinderdörfer engagiert sich Jamal inzwischen selbst. Er besucht regelmäßig Familien und Gemeinden, um ihnen zu zeigen, wie sie Herausforderungen wie Armut und Arbeitslosigkeit überwinden können. Dabei erklärt er ihnen, wie sie Zugang zu Bildung erhalten, Arbeit finden und Kinderarbeit verhindern können. So teilt er sein Wissen und eröffnet anderen neue Perspektiven.
Drei seiner Geschwister leben mit einer körperlichen Beeinträchtigung. Für Jamal ist klar: Auch sie sollen eine Ausbildung erhalten. Sie haben es im Alltag und im Bildungssystem besonders schwer. „Ich unterstütze sie in allen Belangen rund um ihre Bildung – was immer sie brauchen und organisiert werden muss, erledige ich. Besonders während Prüfungen. Da sie Schwierigkeiten beim Gehen haben und ihre Unterrichtsräume oft im dritten oder vierten Stock liegen, begleite ich sie nach oben, sorge dafür, dass sie einen Platz bekommen, und hole sie danach wieder ab.“
Jamals 3 Tipps: Empowerment für die nächste Generation
Im Video gibt Jamal seine Erfahrungen weiter – und macht anderen jungen Menschen Mut. Jetzt anschauen!