Raphaela Gromes

Raphaela Gromes hat es als Cello-Virtuosin zu Weltruhm gebracht. Trotzdem findet die vielbeschäftigte Künstlerin die Zeit, sich sozial zu engagieren – als Musikbotschafterin für die SOS-Kinderdörfer weltweit.

Erfolgreiche Konzerte, diverse Auszeichnungen und eine beachtliche Diskografie. Raphaela Gromes hat in ihren jungen Jahren bereits erreicht, wovon andere Profimusiker ihr Leben lang nur träumen können. Doch sie ist bescheiden geblieben, geerdet und dankbar, und will mit ihrer Musik helfen. Als Musikbotschafterin wird Raphaela Gromes für SOS zur Zeitzeugin von Armut und Gewalt, aber auch von Hoffnung und von Hilfe, die Wirkung zeigt.

Besuch im Libanon: Raphaela Gromes veranstaltete einen Musik-Workshop im SOS-Kinderdorf Sferai, der die Kinder Teil der Darbietung werden ließ. Einige der älteren Kinder begleiteten die Cello-Virtuosin auch zum Benefizkonzert in die Hauptstadt Beirut. Fotos (2): van Almsick & Team

Musik als gemeinsame Sprache

Zusammen mit ihrem Klavierpartner Julian Riem engagiert sich Raphaela Gromes als Musikbotschafterin für die SOS-Kinderdörfer weltweit und besuchte neben diversen Einrichtungen der Kinderdörfer im deutschsprachigen Raum bereits die Mongolei. Im Frühjahr 2019 reisten Raphaela Gromes und ihr Duopartner in den Libanon. Im SOS-Kinderdorf Sferai veranstaltete Raphaela Gromes einen Musik-Workshop, der die Kinder Teil der Darbietung werden ließ. "Bei meinen Besuchen der SOS-Kinderdörfer ist es jedes Mal wieder ergreifend zu sehen, wie gut die Kinder auf Musik reagieren, und wie sehr man ihnen damit eine Freude bereiten kann." Denn Musik verbindet Kulturen und agiert als eine gemeinsame Sprache. In dieser "Sprache" unterhielten sich die Kinder des SOS-Dorfes in Sferai mit den beiden Münchner Künstlern – in Form eines Stücks aus der Oper "Hänsel und Gretel" von Engelbert Humperdinck, das die zwei Musiker eigens für den Workshop ins Arabische übersetzen ließen, des "Libertango" von Astor Piazzolla, zu dem die Kinder trommelten, sowie eines arabischen Volksliedes. Während Raphaela Gromes am Cello und Julian Riem am Klavier ihr Können zeigten, lernten die Kinder, die beiden mit Chorgesang und einer ausgefeilten Choreographie zu begleiten.


Abschiedstränen nach dem Abschiedskonzert

Die Aufregung unter den Kindern war groß, als zum Ende des Workshops alle gemeinsam auf der Bühne standen. Und die Aufführung wurde ein voller Erfolg, das Publikum – SOS-Mitarbeiter und -Kinder – hellauf begeistert. "Ganz besonders hat mich berührt, als die Kinder nach unserem Abschlusskonzert noch spontan anfingen, für uns zu singen und uns gar nicht mehr gehen lassen wollten. Da sind einige Tränen geflossen, nicht nur bei den Kindern …" Für die meisten der über 60 Kinder im SOS-Kinderdorf Sferai war der Besuch von Raphaela Gromes einer der Höhepunkte ihres jungen Lebens. Einige der älteren Kinder waren schließlich auch zum Benefizkonzert in die Hauptstadt Beirut eingeladen und waren hellauf begeistert: "Ich habe das Gefühl, dass ich in meinem Leben nie wieder etwas Ähnliches erleben werde. Die Musik hat mich glücklich gemacht, sie war so ungewöhnlich", schwärmte eines der Mädchen danach. Raphaela Gromes berührt das am meisten: "Mit meiner Musik einen Funken Hoffnung zu schenken, das bedeutet mir sehr viel."

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