25. Juni 2026 |  NEWS

Zahl der Geburten bei Teenagerinnen weltweit um 12 Prozent gesunken

Good News der SOS-Kinderdörfer

Es gibt sie: die guten Nachrichten, die positiven Veränderungen und Aufwärtstrends für Kinder und Familien. In einer Welt, die oft reflexartig auf das Negative schaut, berichten die SOS-Kinderdörfer in den Good News über das, was uns aufrichtet.

Schwangerschaften von Teenagerinnen gehen weltweit zurück: Während 2015 die Zahl der Geburten bei Mädchen im Alter von 10 bis 19 Jahren noch bei über 14 Millionen lag, hat sie 2025 mit rund zwölf Millionen um zwei Millionen abgenommen. In der Gruppe der 10- bis 14-Jährigen reduzierte sich die Rate um ein Drittel, während bei Mädchen ab 15 Jahren ein 18-prozentiger Rückgang zu verzeichnen ist.  

 

Minderjährige Mütter und ihre Babys sind schweren gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Risiken ausgesetzt. So haben die Mädchen bei der Geburt ein erhöhtes Risiko für lebensbedrohliche Infektionen, während ihre Kinder oftmals zu früh zur Welt kommen und als Neugeborene anfälliger für schwere Krankheiten sind. Die Mutterschaft mindert die Bildungs- und Berufschancen der Mädchen erheblich. Ohnehin ist bei den minderjährigen Müttern der Anteil derer überproportional hoch, die bis zu ihrer Schwangerschaft wenig Zugang zu Bildung hatten und aus einkommensschwachen Familien stammen. 

Schulbildung und der Zugang zu sexuellen und reproduktiven Gesundheitsdiensten senken das Risiko einer frühen Mutterschaft. Foto: © Martin Hanebeck

Eine Ursache für die Schwangerschaften ist zum Beispiel die Kinderehe, weltweit sind rund 12 Millionen Mädchen minderjährig verheiratet worden. Der Großteil der zwangsverheirateten Kinderbräute hat kein Mitspracherecht über die Verwendung von Verhütungsmitteln und den Zeitpunkt ihrer Mutterschaft.  
Dass Schwangerschaften von Mädchen rückläufig sind, hat verschiedene Ursachen. So setzen sich weltweit Initiativen zur Bekämpfung der Geschlechterungleichheit dafür ein, mehr Mädchen den Zugang zu Bildung und zu sexuellen und reproduktiven Gesundheitsdiensten zu ermöglichen. Leider sind die Gründe für frühe Mutterschaft breitgefächert, zum Beispiel steigt in Regionen mit bewaffneten Konflikten aufgrund sexualisierter Gewalt für Mädchen das Risiko, schwanger zu werden. Demnach variiert der Geburtenrückgang je nach Weltregion, und auch innerhalb vieler Länder. So erreichten Zentral- und Südasien seit 2000 einen Rückgang von 75 Prozent, während Subsahara-Afrika nach wie vor eine hohe Geburtenrate aufweist. Laut WHO machten im letzten Jahr Geburten bei Minderjährigen noch über neun Prozent aller Geburten aus. Dennoch bedeutet der globale Rückgang einen erheblichen Fortschritt.

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