Besser als jedes Geschenk

Damit hatte Florian Hildinger an seinem 40. Geburtstag nicht gerechnet. Seine Spendenaktion wurde ein voller Erfolg und für ihn das schönste Geschenk. Sein Ziel: Finanzielle Hilfe dort ankommen lassen, wo sie dringend benötigt wird. Dazu verhalfen ihm viele aktive Unterstützer aus seinem Freundes- und Bekanntenkreis. Eine Spendensumme über 5.000 Euro kommt nun den Menschen aus dem Kriegsgebiet der Ukraine zugute.

Ein runder Geburtstag ist oft der Anlass, die Gedanken kreisen zu lassen und etwas Neues auszuprobieren. Das dachte sich auch Florian Hildinger zu seinem 40-sten. Er selbst beschreibt sich als genügsam. Seine Frau kann dies nur bestätigen. Bescheidenheit, Pragmatismus und Empathie, dass zeichne ihren Mann besonders aus. Er habe sich noch nie viel aus Geschenken gemacht. Im Gegenteil, anderen eine Freude bereiten, das mache den Ingenieur für industrielle Abluftreinigungsanlagen glücklich.

"Normalerweise ist es üblich, dass an Geburtstagen immer kleinere Beträge von Freunden, Verwandten und Geschäftskollegen gesammelt werden. Daraus entstand bei mir sehr schnell die Frage, was ich damit Sinnvolles machen könnte", erinnert sich Florian Hildinger.

Familie Hildinger freut sich, dass Sie anderen Familien in Not helfen können. Fotos: Privat

Nachdem der Krieg in der Ukraine ausgebrochen war, kamen sehr bald die ersten Nachrichten über die Situation im Krisengebiet. Unter den Geflüchteten waren vielen Frauen und Kinder. "Diese Bilder und Informationen waren für mich schwer zu ertragen", erzählt der sonst eher ruhige und besonnene Ingenieur. Ein Thema, das ihn nicht mehr losließ. Daraus erwuchs der konkrete Wunsch Hilfe beizusteuern. Zeitgleich rückte sein Geburtstag immer näher. Die Idee zu einer Spendenaktion war geboren.

Mit wenig Klicks Schicksale verändern

Endlich hatte Florian Hildinger eine passende Antwort auf die sonst so wenig von ihm gemochte Frage gefunden: "Was wünschst Du Dir zum Geburtstag?" Rechtzeitig informierte er Freunde, Verwandte und Kollegen von seinem Vorhaben, bevor diese sich auf die Suche nach einem passenden Geschenk für ihn machen konnten. Sein Wunsch: Das Geld sollte Familien und Kindern aus der Ukraine in Not zugutekommen. "Ich habe mich daraufhin umfassend informiert, welche Organisationen es gibt und bin schnell auf die SOS-Kinderdörfer gestoßen", sagt der Spender.

Das wollte er unterstützen. Die direkte Spendenmöglichkeit an Kinder aus den SOS-Einrichtungen in der Ukraine, war genau das, was er gesucht hat. Er und seine Frau sind bereits Paten für Kinder aus einem Krisengebiet, dazu Eltern zweier Kindergartenkinder. Familie ist ein wichtiges Thema für Florian Hildinger, denn wie er sagt, trifft es in Krisen meist die Schwächsten und Jüngsten.

Die Berichterstattung über die Organisation bei Stiftung Warentest hat ihn zusätzlich überzeugt. Mit wenigen Klicks war der Online-Spendenaufruf auf der Aktionswebseite www.meine-spendenaktion.de eingerichtet und an Freunde und Bekannte verteilt.

Den Nerv vieler Menschen getroffen

Die Reaktionen auf seinen Spendenaufruf ließen nicht lange auf sich warten. "Ich bekam gleich am ersten Tag großartiges Feedback und viele positiven Nachrichten", freut er sich noch immer. Anscheinend hatte nicht nur er das Bedürfnis, etwas für Menschen aus dem Kriegsgebiet zu tun, und damit den Nerv von Vielen getroffen.

Über 3.000 Kinder und Eltern haben in SOS-Kinderdörfern in ganz Europa Schutz und Unterstützung gefunden. Diese beiden Jungen genießen die Sicherheit und den Familienalltag in ihrem vorübergehenden Zuhause im rumänischen Bacau. Foto: Katerina Ilievska

Und so gingen am ersten Tag bereits über 1.000 Euro an Spenden ein. Diese Spendenbereitschaft und Reaktionen hatte er in diesem Maßstab nicht erwartet. "Ich war erstaunt, dass recht hohe Beträge wie 50 oder 100 Euro überwiesen wurden, damit hatte ich nicht gerechnet", erinnert sich der Ingenieur. Es war aufregend zu sehen, wie schnell der Betrag wuchs. Bei jeder Spende bekam er eine Benachrichtigung auf seinem Handy. Und das tat es ziemlich oft! Am Ende der Aktion waren insgesamt 5.000 Euro zusammengekommen. Ein vierstelliges Geschenk, zu einem vierzigsten Geburtstag bleibt gut in Erinnerung.  

Nun hat er 10 Jahre Zeit bis zum nächsten runden Geburtstag zu überlegen, wie er die Aktion toppen kann. "Man muss groß denken", schaut er in die Zukunft, "schöner wäre es jedoch, wenn es gar keine Aktionen für Kinder und Familien in Not geben müsste", fügt er schnell hinzu. Wir schließen uns seinem Gedanken an. Doch solange braucht es Menschen wie Florian Hildinger, welche die Augen vor der Not anderer nicht verschließen und tatkräftig helfen. Wir danken ihm für sein großzügiges Engagement.

Ein großes Dankeschön!

Wir sind überwältigt von der großen Hilfs- und Spendenbereitschaft, unglaublichen Spendenaktionen und dem Engagement unserer Spender für unsere Hilfe für Menschen aus und in der Ukraine. Da wir nur einige Aktionen, Spenderinnen und Spender auf unserer Seite vorstellen können, möchten wir an dieser Stelle ALLEN Unterstützerinnen und Unterstützern von Herzen danken.

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