Innovativ und rekordverdächtig
Realschule Plus in Daaden engagiert sich mit neuen Ideen
Wohin mit nicht mehr benötigten Handys, Laptops und anderen Geräten? Um nachhaltig Ressourcen zu schützen und dabei Spenden zu sammeln, startete die Realschule Plus in Daaden eine neue, besondere Aktion. Beim 25. Schulbasar zu Gunsten der SOS-Kinderdörfer wurden Elektronikspenden gesammelt und in Geldspenden verwandelt.
Unter dem Motto "Hardware am Ende – mach sie zur Spende!" wurden an einem Infostand der SOS-Kinderdörfer Altgeräte gesammelt. Bereits vor und noch rund drei Wochen dem Basar konnten nicht mehr benötigte Handys, Laptops etc. abgegeben werden. "Zunächst waren es einzelne Spenden, aber bald mussten wir in einem Raum einen Platz für die vielen Geräte freiräumen", erzählt Ulrik Upgang, Didaktischer Koordinator und Leitung des Basar-Vorbereitungsteams. Über hundert verschiedene Geräte, vor allem ungefähr 80 Mobiltelefone, wurden anschließend einem Fachpartner übergeben, der auf das Thema Life-Cycle Management spezialisiert ist. Die gesammelten Geräte werden dort fachgerecht verwertet, recycelt oder nach Aufbereitung weiterverkauft. Der Erlös geht dann als Geldspende an die SOS-Kinderdörfer.
Langjährige Unterstützung - seit 1974
Das Engagement der Realschule Plus in Daaden ist rekordverdächtig: Im November 2025 fand zum 25. Mal ein großer Schulbasar zu Gunsten eines SOS-Kinderdorfs in Retalhuleu, Guatemala statt. Mit einem Spendenerlös von 18.700 EUR wurden die Erwartungen wieder einmal übertroffen. Um das zu erreichen, zieht die gesamte Schulgemeinschaft – Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und viele Eltern - an einem Strang: in der Vorbereitung und am Basartag selbst. So werden mit vielfältigen Angeboten an einem Tag über 2.000 Menschen in die Schule gelockt. Viel Unterstützung leisten dabei auch Vereine, Firmen und Geschäftsleute aus der näheren Umgebung und sorgen zum Beispiel dafür, dass hochwertige Preise für die Tombola bereitgestellt werden können. Seit 1974 findet der Basar alle zwei Jahre statt. Seit über 50 Jahren unterstützt die Schulgemeinschaft mit ihrem Basar oder anderen Aktionen ein konkretes SOS-Kinderdorf – mit einer Gesamthöhe von bisher fast 350.000 Euro. Eine enorme Leistung!
Mit kreativen Ideen Neues wagen
Um in einer herausfordernden Zeit jedes Jahr aufs Neue Spenden zu sammeln, braucht es auch neue Ideen. "Wir wollen auch weiterhin die unverzichtbare Arbeit für Kinder in schwierigen Lebenssituationen unterstützen", betont Schulleiter Thomas Giehl.
Ulrik Upgang hat die Sammelaktion gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern umgesetzt. "Auch wir merken, dass an vielen Stellen gespart wird. So fiel z. B. in diesem Jahr die Unterstützung unseres Schulbasars durch Spenden insgesamt merklich geringer aus. Daher sind wir froh, mit neuen Ideen die Spendeneinnahmen zusätzlich erhöhen zu können. Gleichzeitig eröffnet die Aktion für die Schülerinnen und Schüler auch eine Möglichkeit, sich mit der Herkunft und letztlich auch der Wiederverwendung von Rohstoffen in der Elektrobranche auseinanderzusetzen und dabei das persönliche Nutzungsverhalten zu hinterfragen.“
Alle Beteiligten waren erfreut über die Resonanz zur Sammelaktion und haben daher beschlossen: "Wir lassen das weiterlaufen, damit die SOS-Kinderdörfer auch weiterhin profitieren können."
Wir bedanken uns ganz herzlich bei der gesamten Schulfamilie für ihre innovative Aktion sowie für die langjährige Unterstützung und Verbundenheit!