Wenn Herzensprojekte wahr werden

Von Versteigerungen, echtem Teamgeist und einer gemeinsamen Vision

Dass Spender des Monats nicht nur einzelne Menschen sein können, beweist SSP Deutschland, der führende Dienstleister in der Verkehrsgastronomie. Hier sammelt ein ganzes Unternehmen Spenden für ein SOS-Kinderdorf und packt proaktiv mit an.

Die Gemeinschaft zählt: Mehr als 100 SSP-Mitarbeitende ließen sich versteigern. Die daraus resultierenden Auktionserlöse kommen allesamt dem SOS-Kinderdorf in Skopje zugute.

Seit dem Frühjahr 2019 besteht die erfolgreiche Partnerschaft zwischen der SSP Deutschland GmbH und den SOS-Kinderdörfern weltweit. Eine Zusammenarbeit, die in nur einem Jahr bereits beachtliche Erfolge erzielt hat. Und das, weil ein ganzes Unternehmen hinter der Idee steht, Kindern in Not und deren Familien zu helfen. In diesem Fall kommt die Hilfe den jungen Menschen im SOS-Kinderdorf Skopje in Nordmazedonien zugute.

Die Versteigerung von Arbeitskraft als Win-Win-Situation

Eine ganz besondere Spendenaktion war die Idee des Verantwortlichen der Gastronomiebetriebe von SSP Deutschland, Mohamed Ibrahim. "Eines Tages wurde uns in der Zentrale vorgeschlagen, mal die Rollen zu tauschen, also selbst im operativen Geschäft an unseren Standorten mitzuarbeiten, und damit gleichzeitig Gutes zu tun", erinnert sich Mandy Bieck, die bei SSP Deutschland als Trainerin und Coach im Bereich der Organisationsentwicklung angestellt ist, "und so kam es, dass wir uns versteigern ließen."

SSP-Kollegin Ramona Nowacki (2 v.l.) besuchte Anfang des Jahres das SOS-Kinderdorf in Skopje, um sich persönlich davon zu überzeugen, dass die Spenden dort gut aufgehoben sind. Sie nutzte die Zeit, um sich mit SOS-Mitarbeiterinnen auszutauschen. 

Die Idee entpuppte sich als Geniestreich: Nicht nur ersteigerten die Gastronomiebetriebe an über 80 Verkehrsknotenpunkten in Deutschland zusätzliche Arbeitskräfte für einen oder mehrere Tage – die daraus resultierenden Auktionserlöse kommen allesamt dem SOS-Kinderdorf in Skopje zugute. "Wenn einer aus unserem Team in der Zentrale demnächst Kaffee und Sandwiches am Frankfurter Flughafen verkauft, profitieren davon unsere Kollegen und letztlich unser Unternehmen, aber vor allem auch Kinder in Not. Im wahrsten Sinne des Wortes ein Gewinn für beide Seiten."

Insgesamt wurden rund 100 Mitarbeitende der Zentrale in Frankfurt am Main ersteigert. Der Gesamterlös bei dieser Aktion belief sich auf 3550 Euro. "Mit einer so hohen Summe hätten wir niemals gerechnet und sind unglaublich stolz auf unsere operativen Führungskräfte, die durch ihre Bereitschaft, anderen zu helfen, diese Aktion erst so erfolgreich gemacht haben. Für uns ist das ein Vertrauensvorschuss", sagt Mandy Bieck, "denn wir werden nun im Laufe der kommenden Monate unsere Arbeit an den verschiedenen Standorten antreten." Ein paar wenige Zweifler gab es, die dieser Spendenaktion zunächst skeptisch gegenüberstanden. Melanie Ndoti, als HR-Manager für das Personalmarketing bei SSP Deutschland zuständig, erinnert sich schmunzelnd: "Ein Kollege kam auf mich zu und fragte, ob er nun wie ein Pferd auf einem Markt an den Höchstbietenden verhökert werde. Aber die Sorge konnten wir ihm sofort nehmen. Er und die wenigen anderen, die zu Beginn ihre Zweifel hatten, warfen ihre Bedenken schnell über Bord und wurden Teil der Aktion."

In der Gemeinschaft Berge versetzen

Unsere Spender des Monats zeichnet vor allem eines aus: die gemeinsame Vision. Die Idee, anderen zu helfen, die Not leiden, wird vom gesamten Mitarbeiter-Stab getragen und gelebt. "Wir alle sind ein Team, und jeder einzelne von uns bewegt etwas", sagt Mandy Bieck. Und wenn mehr als 100 Menschen sich engagieren, Gutes zu tun, dann ist der Erfolg garantiert. "Unsere Kollegin Ramona Nowacki war dieses Jahr sogar schon in Skopje, um das SOS-Kinderdorf zu besuchen und sich persönlich davon zu überzeugen, dass unsere Spenden dort gut aufgehoben sind", sagt Melanie Ndoti, "und sie kam zurück mit der Gewissheit und dem guten Gefühl, dass wir an genau der richtigen Stelle helfen."

Eine Spendenaktion kommt selten allein

Zahlreiche Teams in ganz Deutschland haben sich an den Spendenaktionen beteiligt – so auch diese SSP-Mitarbeitenden in einem Restaurant im Frankfurter Flughafen.

Die Versteigerung ist aber nicht das einzige Projekt, das SSP Deutschland verfolgt, um Gelder für das SOS-Kinderdorf in Skopje zu generieren: Auf der letzten Weihnachtsfeier wurde kräftig die Spendentrommel gerührt, an ausgewählten Standorten wird von jedem verkauften Heißgetränk ein Teil des Verkaufserlöses an die SOS-Kinderdörfer gespendet, genauso wie Spendenboxen, die bei vielen SSP-eigenen Restaurants und Cafés aufgestellt wurden.

Eine weitere gute Nachricht: Wir dürfen uns auf noch mehr Aktionen in der Zukunft freuen. "Unsere Zusammenarbeit hat ja gerade erst begonnen", sagt Melanie Ndoti. Kindern zu helfen ist ein Herzensprojekt für die Mitarbeitenden von SSP Deutschland, und der Zusammenarbeit mit den SOS-Kinderdörfern weltweit ist keine zeitliche Grenze gesetzt, da ist Mandy Bieck sich sicher: "Herzensprojekte haben nun mal kein Auslaufdatum, und es gibt noch viele andere SOS-Kinderdörfer in der Welt, die unsere Hilfe benötigen".

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