Junge Brückenbauer – auch in Krisenzeiten

Mit Enthusiasmus und frischen Ideen engagieren sich die Jugendlichen von YouthBridge München für die SOS-Kinderdörfer – davon hält sie auch die Corona-Krise nicht ab.

Sich engagieren - das geht auch mit Abstand: Mit dem Erlös aus Webniaren unterstützen die Jugendlichen von "YouthBridge" die SOS-Kinderdörfer.  Das Foto zeigt Jugendleiterin Sofija Pavlenko und ihren Bruder Arseniy.

"Auch wenn für uns diese Situation momentan sehr schwierig und ungewohnt ist, gibt es Andere, die noch viel mehr auf Hilfe angewiesen sind als wir. Gerade in solchen Zeiten ist es wichtig zusammenzuhalten. "

Sandra Emrich, Jugendleiterin von YOUTHBRIDGE

YouthBridge ist ein Projekt, das seinen Ursprung in New York City hat und dort vor 20 Jahren gegründet wurde, mit dem Ziel, Brücken zu bauen zwischen den Jugendlichen der unterschiedlichen Stadtteile. Es ging darum, junge "Leader" zu vereinen, um ein Zeichen zu setzen für Vielfalt, Kreativität und ein friedvolles Miteinander, und im Gegenzug Hass, Ausgrenzung sowie Rassismus eine klare Absage zu erteilen. Auch in München bringt YouthBridge seit einiger Zeit junge Menschen unabhängig von Muttersprache, Herkunft und Religion zusammen. Sie treffen sich regelmäßig zu Seminaren, Diskussionen und Projekten – und dabei ging es 2019, im Jahr vor der Corona-Krise, auch um die SOS-Kinderdörfer.

"Reisen, die wir nie vergessen werden"

"Wir bekamen die Möglichkeit, SOS bei einer Petition zur Durchsetzung der Rechte von Kindern zu unterstützen", sagt Sofija Pavlenko, Jugendleiterin bei YouthBridge, "da sprang der Funke über, und so kam es, dass wenig später einige von uns verschiedene Einrichtungen von SOS besuchten. Das waren Reisen, die wir nie mehr vergessen werden." Die Jugendlichen besuchten unter anderem das SOS-Feriendorf in Caldonazzo sowie die Kinderdörfer im österreichischen Seekirchen und nordmazedonischen Skopje. 

"Die Frage, ob wir helfen sollen oder nicht, die stellte sich uns gar nicht", erzählt Sandra Emrich, die seit 2017 dabei und mittlerweile als Jugendleiterin tätig ist, "denn es hat uns von Anfang an interessiert und macht uns unheimlich Spaß. Wir lernen tolle neue Menschen kennen und sind immer mit Freunden unterwegs, denn das sind wir bei YouthBridge. Und mir persönlich liegt es schon seit vielen Jahren am Herzen, soziale Arbeit zu leisten und Anderen zu helfen." 

Eine Pandemie ist kein Hindernis für Engagement

Projektreisen,  sich in der Gruppe treffen, das geht aktuell nicht. Doch auch während der Corona-Krise engagieren sich die "Youbies", die Teilnehmer von YouthBridge, weiterhin für Kinder und Familien in Not – mit kreativen Ideen, um Spenden zu sammeln. "Momentan haben die meisten von uns viel Zeit, da wir weder arbeiten, noch zur Schule gehen“, erklärt Sandra, "wir wollen diese Zeit sinnvoll nutzen, um SOS-Kinderdörfer zu unterstützen, Spenden zu sammeln und die Zustände in ärmeren Ländern zu verbessern."

"Die Frage, ob wir helfen sollen oder nicht, die stellte sich uns gar nicht": Das Bild ist aus der Zeit vor der Corona-Krise, doch die Einstellung der "Youbies"  hat sich nicht geändert.

Mit ihren "Charity-Webinaren" bietet YouthBridge attraktive Online-Seminare zu verschiedenen Themen an, wie zum Beispiel der Bekämpfung sexueller Belästigung oder Fundraising. Unterstützung erfahren sie von renommierten ReferentInnen wie Sophie Sandberg (@catcallsofnewyork), Bob Kaplan, dem Gründer von YouthBridge New York, sowie Christopher Worthley, Vizepräsident und Geschäftsführer von Allianz in Nordamerika. Insgesamt sind fünf Webinare geplant, deren Erlöse den SOS-Kinderdörfern zugutekommen. Neben den Webinaren setzen die Youbies auch auf Social-Media-Aktionen. Unter dem Motto "Was vermisst Du am meisten" sprechen sie auf Instagram junge Menschen an - und machen sie dabei auf die SOS-Arbeit aufmerksam. 

Zukunftspläne

Sandra Emrich möchte nach ihrem Medizinstudium für Ärzte ohne Grenzen nach Afrika gehen, Sofija Pavlenko zieht es ins Social Marketing. Dass sie sich auch nach der Corona-Krise weiter engagieren werden, ist für unsere beiden Spenderinnen des Monats und die anderen "Youbies" etwas völlig Selbstverständliches – eine Einstellung, von der sich auch so mancher aus den "älteren Semestern" eine Scheibe abschneiden könnte.

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