Mehr als 30.000 afghanische Mädchen erhalten Sekundarschulbildung
Good News der SOS-Kinderdörfer
Es gibt sie: die guten Nachrichten, die positiven Veränderungen und Aufwärtstrends für Kinder und Familien. In einer Welt, die oft reflexartig auf das Negative schaut, berichten die SOS-Kinderdörfer in den Good News über das, was uns aufrichtet.
Seit der Machtübernahme der Taliban wird afghanischen Mädchen und Frauen die Teilnahme am öffentlichen Leben weitestgehend verboten.
Foto: © Angelika Schwaiger
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In Afghanistan werden die Rechte von Frauen und Mädchen auf Bildung, Arbeit und Bewegungsfreiheit seit der Machtübernahme der Taliban im August 2021 immer mehr eingeschränkt. Mädchen ist der Besuch von weiterführenden Schulen sowie Universitätsbildung verboten, auch ist ihnen die Teilnahme am öffentlichen Leben untersagt, etwa ein Spaziergang im Park oder sportliche Aktivitäten.
Der in Paris ansässige Fernsehsender Begum TV ist – ebenso wie die Online-Plattform oder der youtube-Kanal der Begum Academy – für Mädchen eine der wenigen Möglichkeiten, Lernstoff aufzuholen. Eine bedeutsame Neuerung des letzten Jahres ist die App der Begum Academy, deren Inhalte auch im Offline-Modus funktionieren – in Afghanistan besonders wichtig, weil die Infrastruktur von Telekommunikationsdiensten unter der Taliban-Aufsicht zunehmend torpediert und mobiles Internet extrem gedrosselt und verteuert wird. Bislang konnten allein mit der mobilen Anwendung schon rund 7000 Lernende erreicht werden.Für die Mädchen und Frauen in Afghanistan sind die Programme darüber hinaus eine Brücke zur Außenwelt, ein, wenn auch kleiner, Fluchtweg aus der Isolation.
Pressesprecher | Ansprechpartner für Themen in Krisen- und Kriegsregionen, Humanitäre Hilfe nach Katastrophen