Bericht zur Wirksamkeit (Impact Report)

Wie die Arbeit der SOS-Kinderdörfer wirkt

Unsere Arbeit ist nachhaltig wirksam: Jeder gespendete Euro schafft vor Ort in der jeweiligen Gemeinde einen Mehrwert von 5 Euro, in Afrika sogar 14 Euro. Das haben wir mit einer Langzeit-Studie belegen können.

Bericht zur Wirksamkeit (PDF; 6,2 MB)

Es ist einfach, exakt darzulegen, an wie vielen Standorten wir aktiv sind, wie vielen Kindern und ihren Familien wir jährlich helfen, mit welchen Maßnahmen und Programmen wir arbeiten – letztendlich, wie und wo wir Ihre Spendengelder einsetzen. Doch reichen all diese Informationen nicht aus, um die langfristige Wirkung unserer Arbeit zu belegen.

Daher haben wir gemeinsam mit der Boston Consulting Group vor einigen Jahren eine Langzeit-Studie gestartet, bei der nach und nach immer mehr SOS-Standorte auf ihre langfristige Wirkung untersucht werden. Bislang wurden in diesem Bericht zur Wirksamkeit 3450 Kinder, Jugendliche und ehemals in SOS-Programmen betreute Personen in 37 Ländern befragt.

Berücksichtigt wurden acht Kriterien: Einkommen, Versorgung mit Lebensmitteln, sichere Unterkunft, stabiles soziales Umfeld, körperliche Gesundheit, soziales und emotionales Wohlbefinden, Bildung und Ausbildung, Schutz. Es zeigte sich, dass es etwa 80 Prozent der Menschen, die durch SOS unterstützt wurden, in mindestens sechs der acht Bereiche gut bis sehr gut geht.​

Die wichtigsten Ergebnisse

Die SOS-Familienhilfe verhindert laut Studie erfolgreich, dass Kinder von ihren Familien verlassen werden. Sie trägt dazu bei, dass sich Eltern besser um ihre Kinder kümmern, erhöht effektiv die Wirtschaftskraft der Familie und das emotionale und soziale Wohlbefinden der Kinder.

Jungen und Mädchen, die in einem SOS-Kinderdorf aufgewachsen sind, nehmen, wenn sie selbst Eltern werden, diese Aufgabe zum größten Teil verantwortungsvoll wahr und üben einen positiven Einfluss auf zukünftige Generationen aus. Sie haben in der Regel einen Job mit gutem Auskommen und sind finanziell unabhängig.

Auch die Gemeinden, in denen die SOS-Kinderdörfer aktiv sind, prosperieren: Die allgemeine Wirtschaftskraft steigt, das Bewusstsein für die Kinderrechte erhöht sich; die Netzwerke zum Schutz der Kinder sind stabiler.

Besonders prägnant waren die Ergebnisse zu den finanziellen Auswirkungen. Gemessen wurde hier der "Social Return on Investment": Die Forscher stellten fest, dass das lebenslange Einkommen der ehemaligen Programmteilnehmer deutlich höher ist als bei Vergleichsgruppen, die ohne Hilfe auskommen mussten. Ebenso ist die Bereitschaft, anderen zu helfen und sich ehrenamtlich zu engagieren bei ehemals von SOS betreuten jungen Menschen signifikant erhöht. Die Gemeinden, in denen wir tätig waren, mussten weniger Geld für Sozialleistungen ausgeben.

Selbst bei zurückhaltender Berechnung haben die SOS-Programme weltweit bei einer Investition von einem Euro durchschnittlich zu einem "Social Return" von 5 Euro geführt. Das heißt für den Spender: Für jeden Euro, den er einzahlt, schafft SOS einen Mehrwehrt von 5 Euro in den betroffenen Gemeinden. In Afrika liegt der Mehrwert für jeden gespendeten Euro sogar bei 1:14. Das liegt an der aufgrund der oft extremen Armut, die wir als Ausgangslange vorfinden. Die Ergebnisse zu Afrika können Sie in unserem Bericht zur Wirksamkeit - Schwerpunkt Afrika nachlesen.

Die Studie wird fortgeführt. 

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