Die SOS-Kinderdörfer schlagen Alarm: In Äthiopien droht wegen der schlimmsten Dürre der vergangenen Jahrzehnte eine Hungersnot.
Die Ernten sind verdorrt, das Vieh verendet: Seit Monaten warten die Menschen in Äthiopiens auf Regen.
Ein Zehntel der äthiopischen Bevölkerung, rund 10,2 Millionen Menschen, hungern. Nach UN-Angaben leiden 400.000 Kinder unter fünf Jahren unter schwerer Unterernährung. In den kommenden Monaten droht sich die Lage weiter zuzuspitzen.
Hilfsappell von Regierung und Hilfsorganisationen
Die SOS-Kinderdörfer in Äthiopien sind Teil einer Arbeitsgruppe, die angesichts der Dürre humanitäre Hilfe organisiert. Derzeit fehlen jedoch die finanziellen Mittel für die Umsetzung des Aktionsplans. Die äthiopische Regierung und Hilfsorganisationen riefen zu verstärkter Unterstützung und zu Spenden auf.
Nothilfe und langfristige Projekte in Äthiopien
Die SOS-Kinderdörfer in Äthiopien leisteten in der Vergangenheit mehrfach Nothilfe nach Dürren, zuletzt während der Hungersnot am Horn von Afrika 2011. Am Anfang der langfristigen Arbeit von SOS in Äthiopien stand die verheerende Dürre von 1974. Heute gibt es in Äthiopien sieben SOS-Kinderdörfer mit Zusatzprojekten wie Familienhilfe, Schulen und Krankenstationen.