Ein Zuhause, ein Traum, ein Start-up
Sentila und Meli wuchsen im SOS-Kinderdorf Tirana, Albanien, auf. Im Berufsbildungsprojekt YEEP entwickelten sie ihre eigenen Geschäftsideen. Sentila führt heute ein Schmuckgeschäft und Meli entwickelt Kollektionen für ihr Modelabel.
Melis Weg vom SOS-Kinderdorf ins Modebusiness
Melidjana kam mit sechs Jahre ins SOS-Kinderdorf Tirana. Meli, wie alle sie nennen, wuchs dort mit ihren vier Geschwistern in einer SOS-Kinderdorf-Familie auf, zog später ins Jugendhaus und später in eine betreute Wohngemeinschaft. Schon als Kind wusste Meli: Mode ist ihr Lebenstraum.
Als junge Frau setzte sie alles daran, am Berufsbildungsprogramm YEEP teilzunehmen - einer Initiative der SOS-Kinderdörfer gemeinsam mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Meli absolvierte eine Ausbildung, entwickelte ihre Geschäftsidee – und wagte den Sprung in die Selbstständigkeit.
Heute betreibt sie ihr eigenes Mode- und Designstudio und entwirft Kollektionen. Ein Höhepunkt: Ihre Kleidung wird in einer populären albanischen Fernsehsendung getragen.
Das SOS-Kinderdorf als Sprungbrett für Sentilas Traum
Sentila war neun Jahre alt, als ihr Leben eine Richtung einschlug, die sie selbst kaum für möglich gehalten hätte. Mit ihren Brüdern und ihrer Schwester zog sie ins SOS-Kinderdorf Tirana – ein Ort, der ihr Sicherheit gab, und Menschen, die nie an ihr zweifelten. Doch der Weg war alles andere als vorhersehbar.
Jahre später, längst erwachsen, steht Sentila erneut an einer Weggabelung. Im Berufsbildungsprojekt YEEP wird ihre Idee geboren – ein eigener Schmuckladen.
Heute, mit 29, ist Sentila Unternehmerin – gemeinsam mit ihren Brüdern betreibt sie den Schmuckladen "Gold and Gold" in Tirana. Das ist eine Geschichte von Mut, Zweifeln und der Kraft, immer wieder neu zu beginnen. Und sie ist noch nicht zu Ende erzählt.