"Ich freue mich darauf, wieder in einem richtigen Haus zu wohnen!"
Das Mädchen Anadha Joti erzählt, wie es ihr ein Jahr nach dem Tsunami geht
Vor einem Jahr hat der Tsunmai das Fischerdorf Akkampettai in Tamil Nadu an der Küste Südindiens verwüstet, 23 Menschen starben in den Fluten. Die SOS-Kinderdörfer bauen für die Bewohner von Akkampettai 100 Familienhäuser. 100 Familien bekamen zudem neue Fischerboote. Das Mädchen Anadha Joti erzählt, wie es ihr heute, fast ein Jahr nach dem Tsunami, geht (unten auch als MP3-Download zum Anhören):

Ja, wir haben unser Haus im Tsunami verloren und wohnen jetzt in einer provisorischen Unterkunft der SOS-Kinderdörfer. Schon im nächsten Jahr ziehen wir in unser neues Haus, das im Moment noch gebaut wird. Als der Tsunami kam, habe ich gespielt. Zuerst habe ich die großen Wassermassen gar nicht bemerkt. Ich habe weiter gespielt. Dann überschwemmte das Wasser plötzlich unser Haus und es hat mich mitgerissen. Zum Glück hat mich ein Onkel später gefunden und mich in Sicherheit gebracht. Mein Vater ist gestorben. Jetzt unterstütze ich meine Mutter so gut ich kann. Später möchte ich Ärztin werden. Ich wünsche mir, dass ich meine Mutter dann unterstützen kann.
Ach, eigentlich habe ich keine besonderen Wünsche. Ich möchte meine Mutter im Moment auch nicht unnötig belasten. Sie hat schon genug Sorgen. Was immer sie mir an kleinen Dingen gibt, freut mich. Vor allem macht mich im Moment glücklich, dass die SOS-Kinderdörfer nach dem Tsunami den Menschen in unserem Dorf so geholfen haben. Hoffentlich können wir schon bald wieder in richtigen Häusern wohnen. Darauf freue ich mich.