Wenn Geschenke Leben verändern

Kim und Philipp Altmann wollten ihrer Tochter zur Taufe etwas mit auf den Weg geben, das nicht nur sie bereichert, sondern auch die Zukunft eines anderen Kindes sichert. So wurde aus dem Täufling Ava Florentina Altmann eine der vermutlich jüngsten Patinnen der SOS-Kinderdörfer.

Ihre Eltern haben für Ava ein ganz besonderes Geschenk zur Taufe gewählt: Eine SOS-Patenschaft. Foto: Privat

Ein Geschenk, das Kreise zieht

Im SOS-Kinderdorf Oberá in Argentinien finden Mädchen und Jungen ein neues Zuhause, zusätzlich unterstützen verschiedenen SOS-Programme bedürftige Familien aus der Nachbarschaft des Dorfes. Foto: SOS-Archiv

Lange hat die Lehrerin Kim Altmann aus Bruchsal überlegt, was sie der eigenen Tochter anlässlich ihrer Taufe schenken soll: "Viele Sachen sind mir eingefallen, die man aber auch sonst zu jedem anderen Anlass schenken kann", erzählt Kim Altmann, "doch ich wollte etwas, das sinnvoll, das nachhaltig ist und eine gewisse Bedeutung hat." Und das hat ihr Geschenk – es bedeutet die Welt für María Victoria aus dem SOS-Kinderdorf Oberá in Argentinien. Denn die knapp 6-jährige, die von allen liebevoll „Vicky“ genannt wird, wurde das SOS-Patenkind von Ava, die am 15.11.2020 ihren ersten Geburtstag feiert.

Die monatliche Spende, die Vicky von Kim Altmann erhält, so lange Ava noch nicht volljährig ist, ermöglicht ihr ein Leben in Sicherheit und Geborgenheit – im Kreise ihrer SOS-Familie. Doch auch Avas Leben wird dadurch bereichert, da ist sich Kim Altmann sicher: "Etwas, das Ava erst in ein paar Jahren verstehen wird, wollen wir unserer Tochter so früh wie möglich vermitteln: Wir haben sehr viel Glück im Leben, und es ist wichtig, dass man anderen Menschen, vor allem Kindern, hilft, die ärmer sind und denen es wesentlich schlechter geht als uns."

Ava und ihre Eltern unterstützen ihr Patenkind mit einer für hiesige Verhältnisse "überschaubaren" Summe, die für Vicky aus Argentinien aber einen großen Unterschied macht. Avas Taufe fand am 08. August 2020 Corona-bedingt nur in kleinem Rahmen statt, doch die anwesenden Verwandten waren allesamt begeistert von dem Taufgeschenk. "Die Großeltern, Tanten und Onkel waren sehr angetan von der Idee und haben sich dadurch hoffentlich inspirieren lassen, zu künftigen Anlässen etwas Ähnliches zu schenken oder im besten Fall selber eine SOS-Patenschaft zu übernehmen."

Eine zukünftige Freundschaft auf Lebenszeit

Ava und "ihr" Patenkind in Argentinien haben sicherlich eines gemeinsam: Spaß beim Spielen. Foto: Privat

Ganz uneigennützig ist dieses Geschenk natürlich nicht. Denn Familie Altmann möchte Ava zweisprachig aufziehen, sowohl in Deutsch als auch in Spanisch. Ein Wunsch, den vor allem Kim Altmann hegt, denn die Spanischlehrerin hat lange Jahre in Barcelona gelebt und so einen besonderen Bezug zu dieser Sprache. "Wir haben uns bewusst für ein Kind aus einem Land entschieden, in dem Spanisch gesprochen wird, so dass Ava sich in naher Zukunft mit ihr austauschen kann", sagt Kim Altmann, "und mein großer Wunsch ist es, dass wir Vicky eines Tages in Argentinien besuchen können." Man kann nur hoffen, dass – neben der finanziellen Unterstützung – aus dieser Patenschaft eine wahre Freundschaft wird, die im besten Fall ein Leben lang hält.

Patenschaft als Familientradition

Foto: Privat

Die Chancen stehen gut, dass Avas Geschenk nicht die einzige SOS-Patenschaft innerhalb der Familie Altmann bleibt, denn die Nachwuchsplanung ist noch nicht abgeschlossen: "Da wir gerne noch mehr Kinder hätten, wäre es ja geradezu 'sträflich', Avas potenziellen Geschwistern eine solche Patenschaft vorzuenthalten. Daher würden wir aus diesem Geschenk gerne eine Tradition werden lassen", bekräftigt Kim Altmann.

Ein Wunsch, dem wir uns nur anschließen können. Denn eine Patenschaft sichert die Zukunft eines Kindes in den ärmsten Ländern dieser Welt. Und gerade in Krisenzeiten wie diesen, in denen die Welt durch das Coronavirus auf die Probe gestellt wird, ist die Hilfe für diejenigen essentiell, die schon ohne eine Pandemie ums Überleben kämpfen. Kinder wie Vicky aus Argentinien bekommen durch die finanzielle Unterstützung von Familie Altmann Zugang zu gesicherter Versorgung, Bildung und liebevoller Fürsorge. Vielen Dank an unsere vielleicht jüngste Spenderin des Monats und ihre Eltern!

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