Gut vernetzt: Jobs für Jugendliche weltweit

YouthLinks hilft jungen Menschen bei der Arbeitssuche

Tipps für eine Bewerbung, Kontakt zu Unternehmen und fachliche Begleitung: YouthLinks baut über eine Online-Plattform Brücken zwischen arbeitssuchenden Jugendlichen und Unternehmen.

Für SOS-Jugendliche in Jordanien bietet Youthlinks neue Möglichkeiten, ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Foto: Lydia Mantler

Rund 64 Millionen junge Menschen weltweit sind arbeitslos. Besonders Jugendliche ohne familiären Rückhalt und/oder aus schwierigen Verhältnissen brauchen Unterstützung, um ein Praktikum, eine Ausbildung oder einen Arbeitsplatz zu finden. Denn die meisten wollen arbeiten oder sich ausbilden lassen. Oft fehlt ihnen einfach der richtige Ansprechpartner, ein positives Vorbild oder schlicht eine Chance.

Mentoren und Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt

Die virtuelle Plattform YouthLinks ermöglicht Jugendlichen aus verschiedenen SOS-Programmen auf einfache und direkte Weise, mit Mentoren aus der Wirtschaft in Kontakt zu treten und in der Arbeitswelt Fuß zu fassen. Tipps für ein Bewerbungsgespräch oder den Lebenslauf, Zugang zu Job-Angeboten oder fachliche Online-Begleitung – jeder Jugendliche erhält so die Hilfe, die er benötigt. YouthLinks ist zudem eine Art Datenbank, in der junge Menschen Informationen finden, die ihnen helfen, sich auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten.
 

Beim Projektstart in Costa Rica geben Mitarbeiter des Projektpartners DHL praktische Einstiegshilfe. Foto: Maria Berenguer

Digitale, soziale Medien sind für junge Menschen eine gängige Form, um sich zu informieren und zu verbinden. "Die Plattform ist ähnlich gestaltet wie Facebook, so dass sich die Jugendlichen dort wiederfinden. Das Angebot wird von den Jugendlichen sehr gut angenommen", so Jalila Manal, die ICT-Leiterin der SOS-Kinderdörfer im Mittleren Osten und Nordafrika. (ICT= Information and Communication Technologies)

"Das inspieriert und motiviert"

Die digitale Verbindung bietet zeitliche und geografische Flexibilität und erlaubt einem Mentor, mehrere Jugendliche – auch außerhalb ihres Landes - zu betreuen.
"Wir können uns durch YouthLinks schnell, unkompliziert und überall mit Mentoren in Verbindung setzen und alle Fragen stellen. Sie kommen aus vielen Arbeitsbereichen. Das inspiriert und motiviert uns," berichtet Judita, eine Teilnehmerin aus Litauen.

Positive Erfahrungen - auch für Unternehmen

Das Projekt zeigt auch positive Auswirkungen für die Unternehmen: Die teilnehmenden Mitarbeiter fühlen sich ihrem Arbeitgeber stärker verbunden. Zusätzlich entwickeln auch die Angestellten ihre digitalen sowie beraterischen Fähigkeiten weiter.

Weltweites Netzwerk von Unterstützern

Die Jugendlichen können sich mit Unternehmen vernetzen, auch wenn sie nicht direkt vor Ort sind. Foto: Lydia Mantler 

Das Programm ist 2017 gestartet. Neben Litauen haben Costa Rica, Kolumbien, Madagaskar, Nigeria, Serbien, Weißrussland, Peru und Jordanien YouthLinks bereits implementiert. Argentinien, Bolivien, Indonesien und Palästina stehen schon in den Startlöchern und weitere Länder werden 2019 folgen.

Teil der YouthCan!-Initiative

YouthLinks ist Teil der YouthCan!-Initiative der SOS-Kinderdörfer – einer globalen Beschäftigungs-Initiative für Jugendliche um dem Problem der Jugendarbeitslosigkeit entgegenzuwirken. Das erklärte Ziel: Junge Menschen sollen in die Lage versetzt werden, dass sie selbstständig und selbstbestimmt ihr Leben meistern können. Dazu gehören sowohl praktische Erfahrungen in einem realen Arbeitsumfeld, Zugang zu Vorbildern und Mentoren, als auch unternehmerische Schulungen und Trainings.
Dabei unterstützt SOS auch die Umsetzung der Entwicklungsziele "SDG“ (Sustainable Development Goals der UN) – vor allem die Ziele Nummer vier und acht: Zugang zu Bildung und Arbeit zu ermöglichen.
 

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