Hungerkrise in Kenia

Bereits vier Regenzeiten in Folge verzeichnete Kenia viel zu wenig Niederschlag. Für die größtenteils auf dem Land ansässige Bevölkerung eine Katastrophe: Durch die anhaltende Dürre sind die Weideflächen schnell erschöpft, das Milchvieh findet kein Futter mehr und viele Hirten müssen die Jungtiere töten, um wenigstens die Muttertiere zu retten. Die Quellen sind versiegt. Mensch und Tier müssen lange Strecken zu Fuß zurücklegen, um in fremden Gebieten nach Wasser zu suchen. Dadurch kommt es vermehrt zu Konflikten zwischen den Gemeinden.

Die Hungerkrise droht sich weiter zu verschärfen. Das abgemagerte Vieh wird schlechte Verkaufspreise erzielen. Grundnahrungsmittel werden teurer, da die Vorräte aus der ohnehin unterdurchschnittlichen letzten Ernte schnell aufgebraucht sein werden. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (World Food Programme, WFP) geht davon aus, dass Mitte des Jahres 2022 rund 3,5 Millionen Menschen in Kenia von einer akuten Ernährungskrise bedroht sein werden.

 

Herausforderungen im Land

  • Auf dem Korruptionswahrnehmungsindex 2021 der Nichtregierungsorganisation Transparency International belegt Kenia Platz 128 von 180 ausgewerteten Ländern.
  • COVID-19 ließ die Preise für Grundnahrungs- und Futtermittel explodieren. Die Pandemie führte außerdem zu unterbrochenen Lieferketten bei Lebensmittelimporten.
  • Kenia ist das fünftgrößte Aufnahmeland für Flüchtlinge in Afrika. Ernährungsunsicherheit ist ein ständiges Problem für die Flüchtlingsbevölkerung, die für ihr Überleben auf humanitäre Hilfe angewiesen ist.

Nachhaltige Hilfe für Familien

Um akuter Unterernährung entgegenzuwirken und Familien in der Krise beizustehen, sind die SOS-Kinderdörfer in acht Sozialzentren an sieben Standorten aktiv. Wir versorgen rund 11.000 Menschen mit Lebensmitteln, Kleidung und Unterkunft. Es ist damit zu rechnen, dass die Zahl der Hilfesuchenden deutlich ansteigen wird.

Als besonders wirksam hat sich die Stärkung der Eltern durch Einkommen fördernde Maßnahmen erwiesen. Mit Beratung, finanzieller Unterstützung oder Weiterbildung befähigen wir Familien zur Selbsthilfe. Nach zwei bis drei Jahren sind die meisten Eltern wieder in der Lage, eigenständig für ihre Kinder zu sorgen.

 

Spenden für hungernde Kinder

Helfen Sie hungernden Kindern und Familien: Unterstützen Sie Projekte der SOS-Kinderdörfer im Kampf gegen den Hunger in Ostafrika. Jede Spende hilft!

 

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